Archiv der Kategorie: Fotografie

Dancing Forest

Ich liebe Waldspaziergänge. Dieses Foto entstand bei einem Spaziergang am Samstagnachmittag im winterlichen Wald. Wir sahen über 15 Rehe, die durch den Wald zogen. Ich hörte den Wind, der durch die blattlosen Äste wehte, blinzelte in das Licht der Sonne, das sich im Schnee reflektierte. All das zusammen ergibt ein Lied, ein Rhythmus. Komponiert von den Bäumen, dem Wind und dem Licht. Dieses Foto ist der Versuch, den Rhythmus zu visualisieren, den Tanz des Waldes einzufangen. Und wie jedes Bild ist auch dieses eine ganz persönliche Interpretation des Liedes, eine Seelenlandschaft, die den Song des Waldes beschreibt. Vielleicht gefällt es dir ja.

Seelenlandschaften II

Auch dieses Foto ist eine Seelenlandschaft. Ein Bild, das ich mit meinem inneren Auge gesehen habe. Eigentlich sind ja alle Bilder – Fotografien oder gemalte Bilder nur Interpretationen der Wirklichkeit. Denn jeder sieht die Wirklichkeit anders. Jeder interpretiert sie anders. Jeder sieht, fühlt, schmeckt anders. Deshalb kann ein Foto auch nie ein Abbild der Wirklichkeit sein. Es wird immer eine interpretierte Wirklichkeit sein. Und das ist auch gut so. Wie eintönig wäre sonst die Welt der Bilder.

Seelenlandschaften

Beim Fotografieren ist das Auge ständig auf der Suche. Nach Motiven, Strukturen, Licht und Schatten. Und oft ist das Auge mit der Motivsuche so beschäftigt, dass ich dabei die Umgebung gar nicht wahrnehme. Meine Augen werden zum Hinderungsgrund für ein gutes Motiv. Deshalb lasse ich mich intuitiv leiten. Lasse mich auf die Landschaft ein, bis ich ihren Pulsschlag fühle. Erst dann greife ich zur Kamera. Ohne sie ans Auge zu führen. Dann entstehen Seelenlandschaften. Bilder, die ich nicht gesehen habe. Vielmehr habe ich sie in mir gespürt. Es sind Seelenlandschaften, die sich im Motiv widerspiegeln. Eine solche Seelenlandschaft ist bei einem Spaziergang an den Isteiner Schwellen entstanden. Hier, wo sich in den kommenden Jahren die Landschaft massiv verändern wird.

Das Massaker am Rhein

Geht man auf die Homepage der Gemeinde Efringen-Kirchen, dann liest man folgendes: Weitsichtig und naturnah. Gerade für Urlauber, die die Nähe zur Natur suchen, um sich mal so richtig von den Anstrengungen des Alltags zu erholen. Zu Fuß, auf dem Rad oder mit dem Boot, mit dem Spazierstock oder der Angel in der Hand. Die malerischen Wanderwege, das idyllische Rheinufer mit den Isteiner Schwellen…

Ja, so war es einmal. Naturnah.

Weitsichtig hat jetzt eine neue Bedeutung erhalten. Es ist in der Tat weitsichtig. Man hat jetzt eine weite Sicht auf den Rhein. Denn alle Bäume sind weg! Abgeholzt im Rahmen des integrierten Rheinprogramms. Für den Hochwasserschutz wird eine der schönsten und wichtigsten Rückzugsgebiete für Flora und Fauna einfach plattgemacht.

So sieht das Rheinufer auf der deutschen Seite aus. Im Hintergrund sieht man das französische Rheinufer. 
Der Leinpfad war beliebtes Ausflugsziel. Spaziergänger, Jogger, Radfahrer fanden hier eine idyllische Landschaft. Bis gestern. Der Leinpfad ist gesperrt – wegen Holzarbeiten – steht auf dem Schild. Holzarbeiten nennen sie das. Es ist ein Massaker, dem eine ganze Landschaft zum Opfer fällt. Und das ist erst der Anfang. 
Am Montag hat „Die Oberbadische“ vom Neujahrsempfang in Efringen-Kirchen berichtet. Da steht zu lesen, dass Othmar Huppmann vom Regierungspräsidium – er leitet seit 20 Jahren das Hochwasserschutzprojekt – sich folgendes für die Zukunft wünscht: „Dass die Naherholungsmaßnahmen, vor allem die neu angelegten Wege, auch angenommen werden. Die neue Aussichtsplattform werde einen bisher nicht gekannten Blick auf die Schwellen erlauben, der noch spannender werde, weil ab 2010 der Kraftwerksbetreiber deutlich mehr Wasser in den Restrhein leiten werde.“ 
Habe ich da richtig gelesen? Wie nennt er das Massaker? Naherholungsmaßnahmen? Und wann soll man denn die neuen Wege annehmen? In 25 Jahren? So lange dauert es nämlich bis die Bauarbeiten abgeschlossen sind. Wie lange wohl, bis sich die Natur von dem Einschnitt regeneriert hat? Und wer wollte denn die Plattform? NIEMAND! Toll, dass mehr Wasser in den Rhein geleitet wird. Wahrscheinlich ist von den Isteiner Schwellen auch gar nichts mehr zu sehen. Wozu dann eine Plattform?  

Scribble Dance Show

Während Origins wurde die Scribble Dance Show im Foyer des G5 aufgeführt. Scribble ist ein Wort, das aus der Werbung kommt und bezeichnet eine Skizze, einen Rohentwurf. „Scribble“ ist eine faszinierende Show aus Tanz, Theater, Comedy, Gesang und Wortbeiträgen. Sie beschreibt die Sehnsucht und das Ringen eines Menschen, der auf der Suche ist nach dem Leben ist. Ein Leben, das er in seiner Einzigartigkeit und Schönheit entdecken und leben kann. Dass das gar nicht so einfach ist, beschreibt Scribble in der einstündigen Live-Show. Ich habe lange nicht mehr so etwas inspirierendes, professionelles und hingebungsvolles gesehen, wie das Stück, das von den Mosaic Artisans aufgeführt wurde. Mehr als 500 Besucher waren am vergangenen Freitag im G5, um die Show mitzuerleben.

Ein Abend im Schwarzwald

Gestern am späten Nachmittag sind wir auf den Belchen gewandert. Kurz nach Sonnenuntergang erreichten wir die Bergstation der Gondel. 

In Richtung Süden hatten wir ein fantastisches Alpenpanorama vor uns. 

Und dann, um 17.30 Uhr das Himmelsschauspiel, für das wir auf den Belchen gekommen sind: Der Vollmond geht auf!

Nach drei turbulenten Tagen bei der ORIGINS Konferenz im G5 in Eimeldingen war dieser Abend in der Stille auf dem Berg genau das richtige, um neue Kraft zu tanken.