Kategoriearchiv: Allgemein

Beste Freunde – Abenteuer auf der Eisbären Fotosafari

Was für ein Augenblick! Mein bestes Foto heute und vielleicht überhaupt von meiner Zeit auf der Seal River Lodge bei den Eisbären.

Der Tag heute war kalt, sehr kalt, sehr sehr kalt und stürmisch. Der Wind fegte die Schneeflocken waagrecht über die Tundra. Gut eingepackt verbrachten wir den größten Teil des Tages draußen in der verschneiten Tundra. Und wir hatten Glück! Ein Eisbär und zahlreiche Füchse tummelten sich in der näheren Umgebung der Lodge. Ich schielte voller Neid auf die Teleobjektive meiner Kollegen.  Dass man mit einem 80-200 2.8 Nikkor Objektiv nicht das optimale Zoom für Tierfotografie besitzt, liegt auf der Hand. Aber wenn man die neusten Nikon und Canon Fotoapparate mit den langen Teleobjektiven neben sich rattern hört, wie ein Maschinengewehr, dann liegt auf der Hand, wer mit den besseren Fotos nach Hause kommt.

Ich hatte in den vergangenen Tagen große Probleme mit meinen Kameras. In der Kälte stieg mir zuerst die D 700, kurz darauf die D 200 mit einer Error Meldung aus. Zwar funktionierten union x bbs x air jordan 1 elevate high wmns 0 nike air foamposite one galaxy 2025 die Kameras nach einiger Zeit wieder, nachdem ich sie in der Lodge aufwärmte, allerdings blieb das Problem dasselbe. Innerhalb kürzester Zeit Error-Fehlermeldung und nichts ging mehr. Wäre das nur bei der D 200 passiert, ok. Aber von einer Nikon D 700 erwarte ich anderes. Wohl mit ein Problem ist mein altes 80-200 Zoom Objektiv, das keinen internen Motor besitzt wie die neueren Objektive und deshalb der Batterie mit einem Wimpernschlag den Saft rauszieht. Aber genug von Kameras, die den Kältetod sterben, hier Nike WMNS Air Jordan 1 High Acclimate Brown Basalt 25.5cm , Nike Air Jordan 1 Mid "Grey Camo" , Fenua-environnementShops Marketplace Chaussures, sacs et vêtements | Livraison Gratuite eine kleine Auswahl meiner Fotos von heute.

 

Morgen ist unsere Zeit auf der Lodge zu Ende. Aber es werden weitere Berichte auf dem Blog folgen. Ich bin einfach nicht dazu gekommen, über unseren Tagesablauf zu berichten. Heute Nacht bleibt uns der Blick zu den Nordlichtern verwehrt. Es ist bewölkt und schneit. Für morgen früh sind heftige Winde gemeldet. Ob der Flieger starten kann, der uns zurück nach Churchill bringt, ist noch völlig offen. Es wäre nicht das erste Mal, dass ich aufgrund Sturms nicht pünktlich von einer Lodge zurückkomme.

Das große Zittern – Windchill minus 30 Grad

Als ich die Balkontüre öffnete spürte ich die frische, kristallene Luft. Mein Thermometer zeigte Null Grad an. Das ist ziemlich warm. Wenn man die Temperaturen mit Churchill vergleicht. Da gab es gestern einen Blizzard. Der Windchill Faktor liegt derzeit bei minus 30 Grad. Das kann ich mir noch gar nicht vorstellen, eine Temperatur, die weit außerhalb meiner Wohlfühlzone liegt. Kälte kann ich aushalten, aber wenn der Wind hinzukommt, sieht das wieder ganz anders aus. Jedenfalls hat mich die Meldung auf dem Polar Bear Alley Blog dazu veranlasst, erneut in meiner Ausrüstungskammer zu wühlen. Ich suchte (und fand) meinen Goretex Nierenschutz und ein wärmeres Chaskee Fliesshalstuch, das mit in den Koffer, bzw. Duffel Bag kommt. Für die Lodge dürfen wir nur einen kleinen Ruck- oder Seesack mit dem nötigsten mitnehmen.

Und weil es einen Tag vor Abflug ja sonst nichts anderes zu tun gibt, darf ich mich noch um eine Umbuchung meines Fluges kümmern, weil mein Reisebüro gepennt hat. Gestern rief ich die Air Canada Seite auf, tippte meinen Namen ein und siehe da: Nichts. Ich war nicht vorhanden. Panik! Anruf bei Air Canada in Frankfurt. Eine wirklich sehr nette und kompetente Mitarbeiterin am Telefon. Sie checkte die Daten und konnte mich jedenfalls als Passagier finden. Tief durchschnauf! Dann meinte sie, dass es einen Timechange auf dem Rückflug gegeben hat. Aktuell lande ich um 20.26 Uhr in Toronto und der Weiterflug nach Zürich startet um 20.30 Uhr. 4 Minuten Umsteigezeit. Und mein Reisebüro hat mir nicht Bescheid gegeben, obwohl sie darüber von Air Canada informiert wurden! Und weil die Buchung über ein externes Reisebüro ging, konnte auch die freundliche Mitarbeiterin meinen Flug nicht umbuchen.

So, das wars für heute, denn ich muss mich nun wirklich ans Packen und Auswählen der Ausrüstung machen. Wer gerne weitere Infos zum Polar Bear Marathon haben möchte, findet meine Newsmail auf der Dropbox. Einfach anklicken und pdf laden. Ich freue mich, dass ihr mit dabei seid beim Abenteuer in der kanadischen Arktis.

Das große Eisbär-Abenteuer

Takkiwrites ist wieder live. Mit neuen spannenden Stories. In Kanada. Ab Samstag, 10. November 2012. Bei den Eisbären! 

Noch drei Tage. Dann sitze ich im Flieger der Air Canada nach Winnipeg, Manitoba, Kanada. Nach einer sehr kurzen Nacht fliege ich sonntagfrüh mit Calm Air weiter, 1800 Kilometer in den Norden, nach Churchill. Ein weiterer Flug mit einem Buschflugzeug bringt mich zur Seal River Lodge an der Hudson Bay. Für die nächsten fünf Tage wird Seal River meine Base für eines der unglaublichsten Abenteuer: Auge in Auge mit den Eisbären. Zu Fuß und ohne gepanzertes Fahrzeug werde ich Eisbären aus nächster Nähe fotografieren! In Eiseskälte. Schon jetzt sind Temperaturen von unter minus 19 Grad angesagt. Ich werde nervös. Habe ich wirklich genügend warme Sachen dabei? Halten die Marmot-Handschuhe meine Hände tatsächlich warm? Hätte ich lieber einen Daunenparka kaufen sollen? Ich vertraue meiner NorthFace Gore-Tex Jacke. Immerhin hat sie mich bereits zehn Jahre lang durch alle möglichen Abenteuer begleitet. Mit derselben Jacke war ich bei minus 33 Grad im Banff National Park in Alberta  Skilanglaufen und kam dabei mächtig ins Schwitzen.

Ich war in Berlin, als ich einen unerwarteten Anruf erhielt: Ich soll nach Kanada fliegen. Nach Churchill. Eisbären fotografieren. Im Oktober. In zwei Wochen! Also habe ich mir die Jacke in einem Outdoor-Laden besorgt und flog nach Kanada. Meinen ersten Eisbären habe ich bereits im Anflug nach Churchill gesehen. In Churchill gibt es keinen Handyempfang, dafür eine Landebahn fürs Space Shuttle. Aus meiner ersten Reise nach Churchill entstand eine meiner meist verkauften Reportagen. 10 Jahre ist das jetzt her. Seitdem bin ich weitere zwei Male zurück in die kanadische Arktis gekommen:

2008 schwamm ich im eisigen Wasser des Churchill Rivers mit Beluga-Walen

http://www.youtube.com/watch?v=DlmgrHKhwxI

und 2010 fotografierte ich aus nächster Nähe Eisbären während meines Aufenthaltes in der Nanuk Polar Bear Lodge.

Am Samstag erwartet mich ein weiteres Abenteuer im Norden Kanadas. Die Foto-Safari auf der Seal River Lodge ist das erste Highlight. Anschließend begleite und dokumentiere ich den Polar Bear Marathon. Ja, richtig gelesen! Eisbärenmarathon. 20 Elite-Läufer starten am 20. November zum wohl verrücktesten und verwegensten Rennen auf diesem Planeten: 50 Kilometer in eisiger Kälte, bei Temperaturen von bis zu Minus 40 Grad. Mitten durch Eisbärengebiet! Ein Lauf, der einzigartig ist. Den es in dieser Form noch nie gegeben hat. Doch den Läufern geht es nicht um Rekorde oder Bestzeiten. Sie laufen, um Spendengelder für die Arbeit von Athletes in Action zu sammeln. Das Geld kommt den First Nations People vom Stamm der Sayisi Dene First Nation Community in Tadoule Lake, ca. 250 Kilometer westlich von Churchill  zu Gute.

Albert Martens hat den Lauf organisiert und dazu eingeladen. Darunter sind Ultramarathon-Läufer aus Deutschland sowie “Antarctic Mike” Michael Pierce, der 2006 in der Antarktis einen Marathon lief. Extrembergsteiger Eric Alexander schaffte es mehrere Male auf den Mt. Everest und begleitete sogar seinen blinden Freund Erik Weihenmayers auf den Gipfel. Mit dem Eisbärenmarathon stellt er sich einer neuen Herausforderung.

“Das ist kein Rennen, sondern ein Erlebnis”, sagt Albert Martens. Die Idee für den „Polar Bear Marathon“ kam Albert Martens an einem sehr kalten Wintertag vor einem Jahr. Ausschlaggebend war sein Ziel, einmal im Leben die Distanz des Erdumfangs (40.074 km) zu Laufen. Um dieses Ziel zu feiern, nahm sich Martens einen kompletten Marathonlauf rund um seine Heimatstadt Steinbach (nähe Winnipeg im Süden Manitobas) in Kanada vor. Am 26. Februar 2011 war es soweit: Sein Schrittzähler sprang über die magische Grenze. In der Nacht zuvor fiel die Temperatur auf minus 32 Grad. Begleitet wurde er von „Antarctic Mike“ aus Kalifornien, der bereits mehrere Läufe in der Arktis erfolgreich absolvierte. „Mike schlug vor, einen weiteren Marathon in extremer Kälte zu Laufen und so wurde die Idee des Eisbärenmarathon geboren“, berichtet Albert Martens.

takkiwrites begleitet den Marathon als Journalistin und Fotografin und natürlich gibt es spannende Fotos, Videos und Berichte auf www.takkiwrites.com, Twitter @takkiwrites und auf facebook.

Mein Yukon Tagebuch Teil 3

Der Yukon steckt voller Legenden und Frank Turner ist eine davon. Turner zählt zu den erfahrensten Mushern Nordamerikas. 25 Mal nahm er am legendären Yukon Quest, dem härtesten Hundeschlittenrennen zwischen Whitehorse und Fairbanks, teil. 17 Mal erreichte er mit seinen Hunden die Ziellinie, 1995 als Sieger. Nach seinem Sieg gründete Frank zusammen mit seiner Frau Anne Tayler die Muktuk Adventures Ranch außerhalb von Whitehorse. In seinem Muktuk Kennel geht es ganz schön lebhaft zu, wie ihr im Video sehen könnt. Frank liebt seine Hunde abgöttisch und bei ihm bekommen sie bis zuletzt ihre Gnadenwurst.

Mein Yukon Tagebuch

Lange war Funkstille auf dem Blog, deshalb freue mich, endlich wieder zu bloggen und von den Reisen der vergangenen Monate zu berichten.  Highlight war meine Reise in den Yukon. Dort fand die GoMedia 2012 der Canadian Tourism Commission statt, zu der ich eigeladen war. Am 27. Mai flog ich nach Whitehorse, der Provinzhauptstadt des Yukon und erlebte den längsten Geburtstag meines Lebens. Ich verließ mein Haus am Sonntag in aller Frühe, als ich abends um 19 Uhr Ortszeit in Whitehorse eintraf, hatten wir noch immer den 27. Mai. Als die kleine Maschine der Air Canada Jazz landete, stand bereits Condor auf dem Rollfeld, bereit zum Rückflug nach Frankfurt. Im kleinen Flughafengebäude herrschte Verwirrung, eine Angestellte entschuldigt sich und öffnet uns eine Türe, nachdem wir vergebens über Lift und Rolltreppe den Ausgang suchten und nicht fanden.  Offensichtlich war man den Ansturm der deutschen Outdoorfraktion, die dem Condor Airbus entströmte,  nicht ganz gewachsen. Es war der erste Condor Flug des Jahres nach Whitehorse und – so hörte ich später von Passagieren – dauerte es eine Stunde, bis endlich alle Passagiere durchgeschleust waren.

Da war ich also, in Whitehorse im Yukon. An meinem Geburtstag. Die Sonne strahlte von einem stahlblauen Himmel,  der Wind schmeckte nach Abenteuer. Mit dem ersten tiefen Atemzug, war es um mich geschehen. Vom Yukon träumte ich bereits als Kind. Jack London, Wolfsblut, Dawson City und der Klondike, der Ruf der Wildnis. Doch anders als bei Winnetou und dem Schatz im Silbersee ist der Yukon echt!

Die Luft vibriert. Eine unbeschreibliche Energie, die von dir Besitz ergreift. Freiheit von einer Dimension, die du in Europa nicht kennst. Du spürst, du bist angekommen. Alles ist möglich. Du hast dein altes Leben hinter dir gelassen und bist für das große Abenteuer bereit.

5 Tage war ich im Yukon unterwegs, gefühlt waren es drei Wochen, so intensiv habe ich meine Zeit dort erlebt.

Ich fuhr mit dem Zug auf den Spuren der Goldgräber nach Skagway, Alaska, wandelte auf den Spuren Jack Londons in Dawson City, wurde von einem US Customs Offizier des Landes verwiesen, trank einen Henkell Trocken am Polarkreis und erlebte einen Hubschrauberflug in einen der schönsten Territorial Parks Canadas. All das und mehr in den kommenden Tagen auf diesem Blog.