Archiv der Kategorie: Allgemein

Buch oder E-Book als Weihnachtsgeschenk?

Bald ist Weihnachten. Unter leuchtenden Tannenbäumen liegen liebevoll verpackte Geschenke. Doch in der Adventszeit beschäftigt viele die Frage, was man verschenken soll. Gestern hat mich jemand gefragt, was ich lieber lese: Buch oder E-Book. Und ob sich meine Lesegewohnheit verändert hat, seitdem ich einen E-Book-Reader besitze. Deshalb gehe ich heute der Frage nach, ob man lieber ein Buch oder ein E-Book als Weihnachtsgeschenk kaufen soll. Buch oder E-Book als Weihnachtsgeschenk? weiterlesen

10 Jahre takkiwrites

Wow, die Zeit vergeht wie im Flug! Vor zehn Jahren, am 9. August 2004 schrieb ich meinen ersten Blogeintrag auf takkiwrites. Zu Beginn war es ein Sammelsurium meiner Gedanken. Ich postete Fotos, schrieb über Erlebnisse und das was mich eben so beschäftigte. Im Laufe der Jahre ist daraus mein Internet-ZuHause geworden auf dem ich mich als Journalistin, Fotografin und Buchautorin präsentiere.
Derzeit arbeite ich an meinem Buch über den Schwarzwald. Es wird ein tolles Buch mit genialen Fotos. Ich freue mich riesig darauf und gebe in Kürze weitere Einzelheiten bekannt. Ein wenig könnt ihr hinein schnuppern.
Das Foto habe ich während eines Fluges über den Kluane National Park im Yukon Territorium, Kanada aufgenommen.

Zeiss Digital Brillengläser – Erfahrungsbericht

Vor einiger Zeit habe ich darüber berichtet, dass ich die neuen Zeiss Digital Brillengläser teste, die mir der Hersteller zur Verfügung gestellt hat.
Nach einigen Wochen mit der neuen Brille und den Zeiss Digital Brillengläsern möchte ich über meine Erfahrungen mit der Brille berichten. Zeiss Digital Brillengläser – Erfahrungsbericht weiterlesen

Nachtblaues Dämmerdunkel

Unterwegs auf dem Panoramaweg Bernau öffnet sich dieser grandiose Blick hin zum Herzogenhorn.

Heute morgen habe ich – zufällig – folgenden Abschnitt im Buch „Im Winter des Lebens“ von Hans Thoma gelesen:

 „Es gibt wohl kaum ein größeres Vergnügen für einen Schriftsteller, als so vor einem weißen Bogen Papier zu sitzen und im voraus zu vermuten, zu ahnen, was da alles auf diesem Papierbogen an geistigem Gehalt vertintet wird. Die Feder ist gespannt, im Kopfe wirbelt und brodelt es, nun kann es losschießen, das übrige wird sich finden. Es wird aus Kopf und Feder fließen, nur nicht ängstlich. Ein ähnliches Vergnügen kennt wohl nur noch der Maler, wenn er vor einer reinen Tafel sitzt und sich im Geiste vorstellt, wie sie wohl aussehen wird, wenn er sie mit seinen Flecken (ein verstärkter Ausdruck für Flächen) bedeckt haben wird. Auch er fange unbedenklich an, er ist doch ein Individuum, und da müssen die Flecken seinem Wesen sich gestalten, also mindestens Originalflecken werden. Fast kann er die Ungeduld seiner Palette, seiner Pinsel nicht beschwichtigen, nach jedem Schmiss, den er der reinen Tafel beigebracht, tritt er zurück und sieht, ob er gelungen ist, und misst, wohin der andere Schmiss zu tun ist.“ 

Hans Thoma, Im Winter des Lebens, Seite 156, Eugen Diederichs Verlag München

Da schreibt einer, der keine Schreibblockade kennt! Hach, wenn ich da nur von mir behaupten könnte. „Das übrige wird sich finden“. Das soll wohl meinen: Schreib einfach drauf los. Die Worte werden sich ordnen, werden sich finden, werden Gestalt annehmen. Lass es fließen. Mach dir keine Gedanken. Schreibe drauf los, intuitiv! Nicht denken.

Thoma hat so wunderbare Sätze geschrieben wie

„Über dem Tal liegt schon blauendes Dämmerdunkel, in dem der silberne Bach glänzt.“

„Ich sitze in verworrenen Träumen, in seelischem Dämmerzustand“

„Die blaue Unendlichkeit im Sonnenlicht, im Raumklarheit verscheuchte alle Nachtgespenster, und meine Seele war wieder unsterblich.“

Manchen mögen diese Sätze furchtbar kitschig vorkommen. Ich finde sie wundervoll. Wenn man sie liest, entstehen Bilder vor meinem Auge. Hans Thoma war Maler, er malte nicht nur mit dem Pinsel, er malte auch mit Worten. Eine wunderbare Gabe.