Gestern während ich auf jemand wartete, fiel mein Blick auf etwas gelbes an einer Betonwand. Dieses gelbe Etwas lächelte mich an! Doch, wirklich. Zuerst dachte ich, jemand hätte ein SMILE-Face aufgeklebt. Als ich mich bückte, um das Gesicht genauer anzusehen, hatte es auf einmal das Lächeln verloren und war nur ein kaputtes Plastikteil, das auf die Betonwand aufgeschraubt war. Als ich mich wieder aufrichtete und es von oben herab betrachtete, begann es wieder zu lächeln.
Vielleicht war das ein Hinweis, im Leben hin und wieder neue Sichtweisen einzunehmen, um die Dinge aus anderer Perspektive zu betrachten. Und ein wenig mehr zu Lächeln – geschadet hat das noch niemandem.
Regenwald

Meine Füße sinken in den Waldboden. Weich, ist er, vom Regen der vergangenen Tage. Schlamm saugt sich an meinen Schuhen fest. Im Wald strahlt eine urwüchsige Energie. Regen hat ihm neue Kräfte gegeben. An den Blättern glitzern Tropfen wie Perlen. Tau der Erde, Lebenswasser. Ich staune über die vielen Facetten des Grüns. Der Weg führt aus dem Wald heraus. Aus der Ferne sehe ich wie Nebel über die Baumwipfel zieht. Vor mir liegt eine Wiesenlandschaft. Hier soll sich einst die versunkene Stadt Greifenweiler befunden haben, besagt eine Legende. Ein mythischer Ort, dessen Zauber ich heute spüre, an diesem grauen, regnerischen Tag im Mai.
Orte, die man besucht haben muss, Teil 4

Sind wir doch einmal ehrlich – was nützt einem all das schöne Grün, wenn das Wetter so mies ist? Deshalb gibt es heute ein Foto in kühleren Farben, das dennoch beruhigt und entspannt. In der Hoffnung, dass es bald wieder laue Abende gibt, die zum Abhängen auf der Dreiländerbrücke einladen.
Kommenden Sonntag erhält die Dreiländerbrücke den „Oscar unter den Ingenieurpreisen“, wie die Badische Zeitung heute titelt. Der Outstanding Structure Award der Internationalen Vereinigung für Brücken- und Hochbau IABSE wurde bereits im September 2009 zugesprochen. Damit darf sich die Dreiländerbrücke neben der Lupu-Brücke in Shanghai und der Öresund-Brücke, die Dänemark und Schweden verbindet und das Stade de France einreihen. Ein Grund mehr, das die Dreiländerbrücke zu einem Ort macht, den man tatsächlich besucht haben muss.
Mai 2010

Der Mai ist mein Lieblingsmonat! Nicht nur, weil ich ein Maikind bin. Im Mai ist die Natur herrlich grün – ein frisches, helles, zartes Grün! Diese Farbe symbolisiert für mich Leben, Inspiration, Neubeginn, Kreativität, Aufbruch, Lebensfreude und noch vieles mehr. Die Tage sind wieder lau und lang, alles duftet frisch und in der Luft ist der nahende Sommer zu spüren. Aller Freude zum Trotz bin ich dennoch erschrocken, dass wir bereits den zweiten Mai haben. Die Zeit scheint wie im Flug zu vergehen. Noch 89 Tage bis zum Swiss Alpine. Im vergangenen Jahr habe ich auf den Jungfrau Marathon trainiert und war um einiges fitter als ich es jetzt bin. Bereits im April habe ich mehrere Läufe über 20 Kilometer – darunter auch auf den Hochblauen – hinter mich gebracht. Dieses Jahr bin ich erst einmal über 20 Kilometer gelaufen – das war am vergangenen Sonntag beim Genusslauf in Müllheim. Mai 2010 weiterlesen
Orte, die man besucht haben muss, Teil 3
In den vergangenen Tagen war ich in Oberschwaben und im württembergischen Allgäu unterwegs. Ich habe viel gelernt über Moore, Riede, Torfabbau. Kenne nun den Unterschied zwischen Oberschwaben und dem württembergischen Allgäu, schwebte 3000 Meter über der Erde, habe die weltbesten Kässspätzle in Gospoldshofen gegessen, einen Kuhflüsterer getroffen, skurrile Heilige Leiber in Kirchen fotografiert und allerhand über seltsame Glaubensriten der dortigen Bevölkerung erfahren. Das Foto entstand auf einem Pilgerweg zwischen Amtzell und Pfärrich. So grün, so blau – die Farben des Allgäu! So habe ich diese Landschaft dort erlebt. Alles weitere folgt demnächst auf diesem Blog.
Dreiländerbrücke im Abendlicht
Dieses Foto hier entstand am gleichen Tag wie das Bild vom Hafen, nur eben abends. Ich hatte wegen der Vulkanasche auf einen spektakulären Sonnenuntergang gehofft. Das Foto erhält durch die Personen auf der Brücke und den Schwan im Wasser die richtige Balance. Würden sie fehlen, hätte das Foto weitaus weniger Spannung. Der Schwan hätte noch weiter links im Foto sein können, aber manchmal muss man eben nehmen, was man hat – und den Auslöser betätigen. Denn im nächsten Augenblick sieht die Szene wieder ganz anders aus.

