
Gestern Nacht auf dem 1165 Meter hohen Blauen Sterne gucken. Noch bevor ich mein Stativ aufgebaut hatte, ging die erste Sternschnuppe ab. Eine richtig große. Leider hatte ich nicht das Glück, eine der vier großen, die wir in während unserer Sternstunde gesehen haben, mit der Kamera einzufangen. Könnt ihr die Sternschnuppen auf dem Foto erkennen? Es sind insgesamt drei. Wenn ihr auf das Bild klickt kommt ihr auf meine flickr-Seite. Dort könnt ihr das Bild in einem größeren Format ansehen – dann sind die Sternschnuppen auch besser zu erkennen.
Sommerlicht

Heute Abend war ich mit einer Freundin in den Rebbergen spazieren. Wir durften noch das letzte Licht des Abends erleben, das auf die Rebberge fiel. Unten in der Rheinebene war das goldene Licht bereits erloschen. Wie schnell es doch wieder dunkel wird. Die Sonne ging heute schon vor 21 Uhr unter. Der Sommer neigt sich seinem Ende zu. Die Abende werden kürzer, die Luft ist merklich kühler. Heute Abend wurde mir bewusst, dass nun bald schon wieder die dunklere Jahreszeit beginnt.

Zeit ist kostbar. Zeit ist unser wertvollstes Gut. Heute vormittag hörte ich im Radio eine Meldung über einen Mann in Florida, der vom Staat acht Millionen Dollar bekommt. Als Entschädigung, weil er unschuldig im Gefängnis saß. Ich habe vergessen, wie viele Jahre. Es waren viele. Ob dieser Mensch mit seinen Millionen glücklich wird? Ich kann mir vorstellen, dass er lieber seine Lebenszeit zurückerstattet haben möchte. Zeit kann man nicht ersetzen oder wieder gut machen. Nicht einmal mit acht Millionen. Dabei muss ich mir die Frage stellen, wie wertvoll mir eigentlich meine Zeit ist. Gehe ich mit ihr um wie mit einem kostbaren Gut oder lasse ich die Uhr ticken, ohne mir Gedanken darüber zu machen? Der Sommer, der zu Ende geht, erinnert mich an die vielen Momente, die ich eigentlich Leben wollte, aber zu beschäftigt war. Ich war nicht gegenwärtig und so sind kostbare Augenblicke verstrichen. Heute Abend war anders. Ich habe einen kostbaren Moment erlebt, ihn bewusst wahrgenommen. Es war ein schöner Augenblick.
Cows, Clouds and Sky
Jetzt wird gewandert!

Pünktlich zum 110. Deutschen Wandertag ist meine neuste Reportage auf Zeit online erschienen. In Südbaden scheint nun auch wieder die Sonne. Also nichts wie los, die Wanderstiefel schnüren und ab geht’s – entweder mit dem Hosentaschen-Ranger auf den Feldberg oder durch die kühle Klamm des Wasserfallsteigs. Viel Spaß beim Wandern!
Black Forest Mountainbiking

Heute arbeite ich unter anderem an einem Artikel über die verschiedenen Bike-Parks im Schwarzwald. Zur Illustration des Artikels habe ich dieses Foto ausgewählt. Ich finde, hier kommt die Dynamik, der Spirit des Bikens und die Atmosphäre des Schwarzwaldes gut rüber. Ob die Redaktion genauso denkt, wird sich zeigen.
SWISS ALPINE 2010 – feg-runners im Höhenrausch
Wenn sich Menschen in größer Höhe aufhalten, hat das bekanntlich Auswirkungen auf die Sinne. Anders kann ich es mir nicht erklären, welcher Gaul mich nach dem Zieleinlauf beim Jungfrau – Marathon im September 2009 auf der Kleinen Scheidegg geritten hat, mich beim härtesten Bergmarathon der Welt, dem Swiss Alpine K 78 über 78 Kilometer und +/- 2260 Höhenmeter anzumelden. Schließlich wollen Träume gelebt und Ziele erreicht werden, man wird ja nicht jünger. Eben! Ende April fand mein ambitioniertes Vorhaben ein jähes Ende. Ausgerechnet beim Genusslauf in Müllheim, einem Halbmarathon mit rund 400 Höhenmetern. Bereits auf den ersten Kilometern bekam ich seltsame Kopfschmerzen. Ich zog den Lauf mit gemäßigtem Tempo bis zum Ende durch. Danach war ich fast vier Wochen lang mit Dauerkopfschmerzen aus dem Leben gerissen. Es folgten verschiedene Arztbesuche bis hin zum MRT. Im Juni dann endlich Entwarnung: Die Kopfschmerzen stellten sich als Stirnhöhlenvereiterung heraus, die bereits abgeklungen war. Als endlich der Befund auf dem Tisch lag, war klar, dass ich in diesem Jahr keinen K 78 bestreiten kann. Laufverbot über mehrere Monate, an einen Marathon ist da nicht mehr zu denken.
Ende Juni unternahmen Axel und ich eine zweitägige Wanderetappe von Hinterzarten über den Feldberg bis zum Stübenwasen. Am zweiten Tag wanderten wir über Belchen und Blauen bis Vogelbach, rund 40 Kilometer. Danach sah die Welt anders aus: Wenn ich an einem Tag 40 Kilometer marschieren kann – mit Gepäck und schweren Wanderstiefeln, dann kann ich das auch mit Joggingschuhen in achteinhalb Stunden laufen. Weshalb mich also nicht vom K 78 auf den K 42 Marathon ummelden? Dass dieser der höchst gelegene Berglauf Europas ist, der über alpine Trails und zwei Pässe – Keschhütte mit 2632 Metern und Scalettapass mit 2606 Metern führt – also ca. 1800 Höhenmeter auf und 1700 Höhenmeter bergab – habe ich irgendwie nicht realisiert. Dagegen sind Feldberg, Belchen und Blauen mit ihren 1400 und 1165 Metern als sanfte Erhebungen zu bezeichnen.
Zusammen mit meiner Laufgruppe, den feg-runners bin ich am Samstag, 31. Juli 2010 beim Swiss Alpine 2010 in Davos gestartet. Alle haben wir gefinished! Sieben Läufer/innern beim K 78, acht beim K 42, einer beim K 31 und sechs beim K 21. Laufend Freunde finden – so lautet das Motto der feg-runners. Als Gruppe haben wir ein geniales Wochenende erlebt, gemeinsam gefiebert, gelitten und gefeiert. Das gemeinsame Erleben von Höhen und Tiefen – denn die hat man während eines solchen Laufes immer – schweisst zusammen. Zuletzt sind die Anstrengungen vergessen und die Freude überwiegt. Den letzten Kilometer bin ich zusammen mit Erika aus Basel gelaufen. Bei Kilometer 15 hat sie vor mir die Kesch-Hütte erreicht. Im Film seht ihr mich zusammen mit Erika im Ziel. Sie ist meine Heldin des Swiss Alpine 2010 K 42. Erika ist 70 – und seht sie euch an, wie frisch und fit sie nach dem Lauf aussieht. Mit 65 Jahren ist sie ihren ersten Marathon gelaufen. Was für eine tolle Leistung. Gemeinsam Laufen verbindet – über alle Grenzen, auch die des Alters. Ich bin glücklich, dass ich lachend und ohne Schmerzen in Davos im Ziel eingelaufen bin, wo meine Freunde so lange auf mich gewartet hatten, um mit mir den Zieleinlauf zu feiern. So, jetzt aber genug der Worte – viel Spaß beim Film gucken! Achtung – Film ist in HD-Qualität – also HD einschalten. Bei langsamen Verbindungen kann es dauern….
