Archiv der Kategorie: Leben

Sound Light Nature

Im Wald. Eine Kamera. Verschluss, Blende, Lichtsensor. Ein Augenblick. Festgehalten für die Ewigkeit. Zumindest so lange, wie dieses Blog oder meine flickr-Seite existiert. Ein Foto, das einen Augenblick meines Lebens in einem ganz bestimmten Umfeld festgehalten hat. Ein Seelenbild. Intuitiv, ohne durch den Auslöser zu drücken, ohne die Kamera auf ein Stativ zu stellen. Einen Augenblick aus dem Leben gegriffen. Ein wunderbarer, glücklicher Augenblick. Einer jener Momente, in denen man durch das Leben tanzt. Augenblicke, von denen man wünscht, es gäbe mehr.

Einblick in die Ewigkeit

Sonnenuntergänge sind für mich wie ein kurzer Blick in die Ewigkeit. Dann, wenn die Sonne untergeht, blinkt für einen kleinen Augenblick die Ewigkeit auf. Eine Hoffnung auf einen neuen Morgen. Hoffnung auf einen neuen Anfang. Hoffnung auf eine bessere Welt. Solange es Sonnenuntergänge gibt, gibt es ein Morgen. Solange es ein Morgen gibt, gibt es auch Hoffnung.

Fremde im Haus

Mal ehrlich: Würdet ihr Haus und Hof fremden Leuten überlassen? Der Deal: Während Leute in eurem Haus oder Wohnung leben, zieht ihr in deren vier Wände ein. Das nennt sich Haustausch und wer’s einmal gemacht hat, ist regelrecht angefressen. Das erzählten mir meine Interviewpartner, mit denen ich für meinen Artikel, den ich für Zeit online recherchierte, gesprochen habe. Der Artikel ist heute online gegangen und hier zu lesen.

Irgendwo da draußen


Heute Mittag war ich zusammen mit meiner Schwester Skilanglaufen. Während unten im Tal alles grau und trüb ist, befindet sich 20 Minuten von meinem Wohnort ein traumhaftes Winterwunderland. Ich stand zum ersten Mal seit meinem Skilanglaufabenteuer bei Minus 34 Grad in Kanada auf den Skiern. Ein gutes Gefühl, nach wochenlanger Pause wegen Erkältungskrankheiten endlich wieder einmal draußen unterwegs zu sein. Es war neblig, wir hatten Eisregen und Schneefall, aber es war wunderschön, durch den verschneiten Wald zu gleiten. Skilanglaufen mag vielleicht nicht so cool sein wie Snowboarden oder Ski Alpin, dafür ist man fast alleine unterwegs. So kann ich die Natur genießen und auftanken.

Mystisches Licht

Die Luft ist klar und krisp.  Ein paar Vögel zwitschern.  Der gefrorene Schnee knirscht unter den Schuhen. Der Wald ist ganz still. Hält den Atem an. Bettet sich zur Ruhe. Die Sonne verschwindet. Letzte Strahlen, die hinterm Horizont scheinen.  Stille. Einen Augenblick lang ist Ewigkeit. Die Zeit hält inne. Ich spüre Leben. Ich bin. Zeit und Raum, Erde und Himmel, Natur und Mensch. Leben. Einfach schön.

Chicken or Beef?

Dieser Hinweis war schon lange fällig: Kollege Nink ist Berufsreisender und schreibt irre Geschichten. Und das unglaubliche daran: Er hat sie tatsächlich auch erlebt. Auf seinem Blog 47tukane erzählt er, was er in aller Herren Länder alles erlebt. Empfehlenswert!  

Zum Eintrag Hunger auf 47tukane ist mir auch eine Geschichte eingefallen, die mit Essen auf Flügeln zu tun hat: 

Wenn ich mit dem Flugzeug unterwegs bin, bestelle ich mir immer ein „special meal“. Meist vegetarisch. Das hat den Vorteil, dass man immer zuerst bedient wird, bevor sich die Flugbegleiter mit dem obligatorischen „Chicken or Beef“ durch die Gänge zwängen.

Einmal habe ich asiatisch-vegetarisch bestellt. Während ich eben mal auf der Toilette war, wurde mein special meal asiatisch vegetarisch serviert. Als ich zurückkam, schmatzte meine Sitznachbarin genüsslich mein asiatisch-vegetarisches special meal, das mit meinem Namen (damals unverkennbar Deutsch) gekennzeichnet war. Auf meinen Hinweis, dass es sich um mein Essen handelt, folgte Schulterzucken und weiteres Schmatzen. Beschwerde bei der Flugbegleitung. „Oh we are sorry we thought it is hers because she’s asian“, lautete die Antwort. Ich tippte auf meinen Sitzplatz und den unverkennbar deutschen Namen auf dem Tablett, auf dem sich inzwischen nur noch Abfälle und Verpackung meines asiatisch-vegetarischen Essens befanden. Den Rest des Fluges habe ich hungrig zugebracht.

Daher mein Tipp: Asiatisch-vegetarisch bestellen, einen Sitzplatz neben einem Asiaten suchen und vor der Essensausgabe den Sitzplatz verlassen. Wenn eurer Sitznachbar genüsslich eurer Essen schlürft, Beweisfotos machen und die Fluggesellschaft verklagen! Das hab ich damals leider nämlich nicht gemacht. 

Seit einigen Jahren trage ich einen französischen Namen und werde  nun auf Flügen mit Madame angesprochen. Den Rest verstehe ich nicht, weil ich kein Französisch spreche. Asiatisch-vegetarisch habe ich nie wieder bestellt.