
Gestern Abend bin ich zum Kunstraum Kieswerk gefahren, um mir die Ausstellung „Crossing Boarders“ anzusehen. Leider war die Ausstellung nicht geöffnet. Gut, dass ich Kamera und Stativ dabei hatte. Als die Sonne hinter den Wolken hervorkam, machte ich dieses Foto vom Hadid Pavillon, entworfen von der Architektin Zaha nike air foamposite one galaxy 2025 Hadid. Der Pavillon befindet sich gegenüber dem Kunstraum Kieswerk im Dreiländergarten in Weil am Rhein.
Die Ausstellung „Crossind Boarders“ im Kunstraum Kieswerk zeigt Kunst, Bild, Installationen, Fotografie, Objekte, Skulpturen und Video auf einer Fläche von 1000 Quadratmetern. An der Ausstellung sind acht Künstler aus Deutschland, Schweiz, Polen, Tschechien und Spanien beteiligt. Das Kieswerk ist Donnerstag, Freitag, Samstag und Sonntag von 16 bis 20 Uhr geöffnet, während dem Kieswerk Open Air vom 29. Juli bis zum 8. August von 18 bis 22 Uhr.
Archiv der Kategorie: Fotografie
Orte, die man besucht haben muss, Teil 6
Unterwegs mit der Elztäler Kräuterhexe zum mythischen Siebenfelsen von Yach
Yach, ausgesprochen Iach, oder wer die Variante der Einheimischen bevorzugt, der öffne den Mund, forme ein O, schiebe dabei gleichzeitig den Unterkiefer nach vorne – bitte mit Vorsicht, da Krampfgefahr besteht – und sage Äeich.
Yach ist deshalb ein besonderer Ort, weil es der einzige in Deutschland ist, dessen Name mit dem Buchstaben Y beginnt. Yach gehört zur Stadt Elztal, das im Landkreis Emmendingen am Rande des Naturparks Südschwarzwald liegt. Das ZweiTälerLand ist darüber hinaus eine hervorragende Wanderregion. Die Yacher erzählen sich eine schöne Legende, wie ihrem Dorf der Name zuteil wurde. Es war zu der Zeit in der Gott die Welt erschuf, als Gott auf den Hörnliberg gestiegen ist. Das, was er vor sich sah, gefiel ihm sehr. Dann zeigte er linkerhand vom Hörnliberg und sagte: “Dort blib ich (Blibich – alemannisch für den Ort Bleibach), dann zeigte er rechts vom Hörnliberg und meinte: “Und des g’hört äeich” alemannisch für “Das gehört euch”.
Es gibt aber einen, nein zwei weitere Gründe, Yach zu besuchen. Zum einen der mythische Siebenfelsen, zum anderen ein Rendevous mit der Elztäler Kräuterhexe. Das Wort Kräuterhexe, das berichtet mir die Elztäler Kräuterhexe, stamme von dem alten Wort “Hagezusa”, was soviel wie “Die an der Hecke wohnt” bedeutet. Das waren zumeist alte Frauen, die nicht mehr so gut zu Fuß waren, die ihre Kräuter in unmittelbarer Umgebung zum Haus gepflanzt haben. Ihre Leidenschaft zu den Kräutern hat Nicole Kaiser bei den Krittllibüre in den französischen Vogesen entdeckt. Die Erkenntnisse der “Grünen Kraft” gibt sie auf Kräuterwanderungen und Heilpflanzen-Exkursionen weiter.
Während unseres Spaziergangs über die Yacher Kräuterwiesen führte uns Nicole Kaiser zum mythischen Ort der Siebenfelsen. Sie sehen aus, als hätte ein Riese aus der Urzeit mit den mächtigen Felsbrocken Bauklötzchen gespielt und sie nacheinander aufgetürmt. Für viele ist der Siebenfelsen ein magischer Ort.
Vielleicht war es eine Kultstätte für keltische Druiden. Geheimnisvolle Riten und Menschenopfer sollen dort dargebracht worden sein. Das Waldstück oberhalb der Siebenfelsen heißt Belchwald. Vielleicht ein Hinweis auf den Sonnengott “Belinos”? Hängt damit eine Verbindung zu den drei Belchen-Bergen im Schwarzwald, Vogesen und im Schweizer Jura, zum mythischen Belchendreieck zugrunde? Eines ist gewiss, es ist ein besonderer Ort, dem ein Zauber innewohnt. Deshalb verdient er das Prädikat “Ort, den man besucht haben muss.”
Juniwald

Juniwald im Schwarzwald
Regelmäßige Leser dieses Blogs wissen, wie gerne ich Bäume und Wald fotografiere. Egal zu welchen Jahreszeiten, wobei es im Sommer natürlich von den Temperaturen her angenehmer ist, als im Winter. Dieses Foto entstand in den vergangenen Tagen im südlichen Schwarzwald. Der Wald in der Nähe von Schiltach wirkte mit seinem satten Grün, den vielen kleinen Weihern und Bächen wie ein Urwald, ein Urschwarzwald.
Summertime

Sommer! Endlich! Gestern Abend, grillen mit Freunden auf einem wunderschönen Grundstück zwischen Wald und Reben mit Weitblick in die Rheinebene. Natur pur, keine störenden Geräusche, nur Grillenzirpen und Vogelgezwitscher. Nachts vier Eulen, die um die Bäume fliegen und einander rufen. Sternenhimmel, Satelliten und Flugzeuge blinken am Himmel, Kassiopeia, der Große Wagen, nebenan der Polarstern. Die Venus leuchtet tief im Westen. Sogar ein Meteorit, der zur Erde fällt.
Bilderbuch, Teil 1

Vitra – Burning Chair
Als Journalistin und Photojournalistin ist es mein Beruf, Geschichten zu erzählen. Als Autorin habe ich es einfacher. Ich kann eine Situation beschreiben, als Fotografin halte ich nur einen winzigen Bruchteil eines Augenblicks fest. In diesen 125zigstel Sekunden f8 muss die ganze Geschichte enthalten sein.
Irgendwann in den 90ziger Jahren, als noch mit analogen Kameras fotografiert, Schwarz-Weiß-Filme selber im Fotolabor entwickelt und von Hand Abzüge erstellt wurden, erhielt ich von meinem Auftraggeber einen Anruf und wurde zum Vitra Gelände in Weil am Rhein geschickt – dort hatte es gebrannt. Damals arbeite ich für eine Wochenzeitung. Das bedeutete, dass die Tageszeitungen am nächsten Tag Fotos publizierten – von Feuer und Feuerwehrleuten im Einsatz. Die Wochenzeitung kam erst einige Tage später heraus. Meinen Lesern wollte ich keine Fotos zeigen, die sie bereits gesehen hatten. Also suchte ich nach etwas, das die Geschichte des Brandes auf eine andere Weise erzählen konnte. Nachdem der Brand gelöscht war, durfte ich ins Gebäude. Während ich mich umsah, entdeckte ich den verbrannten Bürostuhl – und damit meine Geschichte. Denn Vitra ist weltweit als Designer und Hersteller von Büromöbeln und vor allem für seine Stühle bekannt. Ein Brand beim Stuhlhersteller, welches Foto könnte das besser erzählen als ein vom Feuer zerstörter Stuhl? Das Bild wurde der Aufmacher der Ausgabe und prompt rief mich Vitra an. Sie wollten das Foto vom verbrannten Stuhl haben. Doch bevor ich ihnen ein Angebot machen konnte, erhielt ich einen weiteren Anruf. Man habe beschlossen, den Stuhl in einem Fotostudio abzulichten und benötige mein Bild nicht mehr. Das also ist die Geschichte vom Burning Chair in der Vitra.
Tante Ju
Die „Tante Ju“ beim Flug über Lauterbrunnen am vergangenen Samstag. Von Zürich aus können Rundflüge mit der legendären Maschine gebucht werden.
