Archiv der Kategorie: Schreiben

Buchmesse Frankfurt 2009

Seit heute bin ich in Frankfurt auf der Buchmesse für das Literatur-Café als Fotografin tätig. Wolfgang Tischer und Eileen Stiller haben ein volles Programm und treffen sich jeden Tag mit interessanten Autoren. Die Interviews werden als Podcast veröffentlicht und können über die Website des Literatur-Café abgerufen werden.

Auf dem Bild oben könnt ihr den Bestsellerautor Frank Schätzing auf dem blauen Sofa im Gespräch mit Moderatorin Andrea Meier sehen. Er stellt auf der Buchmesse seinen neuen Roman „Limit“ vor.

Meine Kollegen Fotografen sind alle mit schwerem Geschütz aufgefahren, will heißen Teleobjektive mit bis zu 600 mm Brennweite. Ich dagegen habe mich entschlossen, leichtes Gepäck mitzunehmen und ließ mein 80-200 2.8 zu Hause und packte stattdessen mein 50 mm 1.4 in meine ThinkTank Fototasche. Als ich Schätzing fotografierte, glaubte ich zunächst, einen fatalen Fehler gemacht zu haben, weil mein großes Objektiv zu Hause liegt. Aber man muss sich nur zu helfen wissen. Als sich vor mir eine Wand von fast ausschließlich männlichen Kollegen aufbaute Exclusive: Cowboys Great Darren Woodson Reacts To Safeties Going into Canton - 'Awesome!' - FanNation Dallas Cowboys News, Analysis and More air jordan 1 low outlet, ging ich etwas in die Knie und habe einfach zwischen ihnen hindurch fotografiert. Es geht also! Frank Schätzing versteht es, sich in Szene zu setzen. Man beachte sein stylisches Outfit. Dass die Jeans auf der rechten Seite zerschlissen ist, ist ebenso perfekt gewählt wie der Schal oder die Boots. Schätzing sieht aus wie die Szenen in seinen Romanen the best nike air max 95s of all time air jordan 2 cement grey. Bis ins letzte Detail perfekt inszeniert. Und die sind verdammt gut!

Der erste Autor den ich heute für das Literatur-Café fotografiert habe, ist der Österreicher Thomas Glavinic. Sein neuster Roman heißt „Das Leben der Wünsche“. Was passiert, wenn plötzlich alle Wünsche wahr werden. Sogar die geheimen, die dunklen, die, die niemand kennt. Darüber hat sich Wolfgang Tischer mit ihm unterhalten. Das Ergebnis könnt ihr im Podcast des Literatur-Café hören.

Tour de France mit Anhänger

Im der September/Oktober Ausgabe von family ist mein Artikel über die Biketour mit Abi und Ralph in der Pfalz und den Vogesen/Frankreich erschienen. Es war eine besondere Radtour, denn wir hatten nicht nur Packtaschen, sondern erstmals war Marlene, die Tochter unserer Freunde, mit an Bord. „Tour de France mit Anhänger“ so lautet der Titel der Reportage. Dieses Foto wurde als Aufmacherfoto für den sechsseitigen Artikel verwendet. Das Heft gibt es am Kiosk oder kann im Internet bestellt werden.

Über das Schreiben

Es gibt unzählige Bücher, Software und Tipps, wie man besser Schreiben lernen kann. Solche Bücher sind sehr gute Lernmittel. Doch oft genug haben sie mich von dem abgebracht, was ich ja eigentlich tun sollte: Besser schreiben lernen. Und das geschieht nur durch Übung! Also hinsetzen und schreiben, schreiben, schreiben. Nicht indem ich ein Buch nach dem anderen lese. Es gab tatsächlich eine Zeit in meinem Leben, in dem das so war. Statt zu lesen, schreibe ich deshalb lieber. Das gelingt mir nicht oft, aber hin und wieder. Wer sich dennoch über Tipps zum Schreiben informieren möchte, der sollte sich den heutigen Artikel „50 Free Resources to Improve your Writing Skills“ auf Smashing Magazine ansehen. Da gibt es aber wirklich alles, was es zu diesem Thema zu sagen gibt.
Wer lieber Schreiben statt Lesen möchte, dem sei trotzdem ein Artikel empfohlen: Im Literatur-Café gibt es meinen Artikel über kreative Schreibprogramme zu lesen.

Eine verschwundene Baronin, zwei Leichen und viele Gerüchte

Heute ist der 6. Teil meiner Serie über Dr. Friedrich Ritter und die mysteriösen Vorfälle auf Floreana erschienen. Leider hat mir der Redakteur einen wichtigen Satz einfach unterschlagen (so etwas ärgert sehr). 

Bei zweitletzten Absatz fehlt im Zeitungsartikel folgender Satz (in blau): 

Als im Juli der Norweger Trygve Nuggerud mit seinem Boot „Dinamita“ nach Floreana kam, bot er an, Lorenz nach Santa Cruz mitzunehmen. Nuggerud wurde von einem jungen Schweden, dem Forscher Rolf Blomberg, begleitet. Als sich Blomberg nach dem Verschwinden der Baronin erkundigt, erklärte ihm Ritter, dass sie aufgrund der Umstände – das Scheitern ihres Lebenstraums vom Hotel – wohl Selbstmord begangen hätte und Philippson ihr gefolgt sei. 

Die Recherchen zur Geschichte gehen übrigens weiter. Telefonisch hat sich jemand mit mir in Verbindung gesetzt, über den ich weitere Informationen erhalten kann. Derzeit recherchiere ich über Dore Strauch. Es ist ja die Rede, dass sie 1942 in einer Berliner Nervenheilanstalt ums Leben gekommen ist. Andere Berichte sprechen davon, sie sei während der Bombardierung ums Leben gekommen. 


Zusammen mit Dayna Goldfine von Geller and Goldfine Productions aus Kalifornien bin ich nun dabei, die Todesumstände von Dora Strauch zu erforschen. Dayna und Dan drehen einen Dokumentarfilm über die Vorgänge auf Floreana. Schwer zu sagen, ob wir etwas herausfinden werden, denn die zentrale Einwohnermeldekartei Berlins ist 1943 durch einen schweren Bombenangriff schwer beschädigt worden und viele Akten und Registrierungen sind verloren gegangen. Einen Versuch ist es allemal Wert, etwas mehr Licht in die Geschichte zu bringen, in der die meisten Aussagen nicht belegt sind und im Laufe der Jahre fantasievoll ausgeschmückt wurden. 


So steht auf Wikepedia der Eintrag, dass Ritters Leichnam sich nicht mehr im Grab befinden würde. Auch das halte ich für ein Gerücht. Günter Seuren, Autor des Romans „Die Galapagos Affäre“,  schreibt in seinem Nachwort: „Ich bin zu den Galapagos gereist und fand auf der Spurensuche sein leeres Grab, von Souvenirjägern geplündert.“ Bisher habe ich mit drei Personen Kontakt, die selbst am Grab waren und das nicht bestätigen konnten. Im Gegenteil, das Grab sei noch immer intakt und auch das Holzkreuz steht noch.

Wobei die Inschrift verwittert ist. Der Eigentümer des Grundstückes, Felipe Cruz, auf dem sich das Grab befindet, bezeichnet die Behauptung als „sehr weit hergeholt“. Auch John Woram, der mir das Foto vom Grab freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat, konnte bestätigen, dass das Grab intakt ist. Und zuletzt Dayna Goldfine, die dort Rolf Wittmer, den Sohn von Margret getroffen hat und ebenfalls das Grab besichtigt hat. Auch über 70 Jahre nach den Vorfällen wirft die Geschichte noch immer interessante Fragen auf. So auch die, woher die Baronin kam, wer sie war und wie und wo sie lebte bevor sie mit Philippson und Lorenz auf den Galapagos Inseln auftauchte.