Meine ersten Versuche, atmosphärische Fotos zu gestalten. Quasi ein Foto, das nicht mit 1/125 belichtet ist, sondern 30 Sekunden. Ohne, dass die Kamera bewegt wird. Die Videos sind heute Nachmittag im Wollbachtal bei Egerten entstanden. Die Qualität ist leider sehr bescheiden. Meine Canon G9 kann halt leider kein HD.
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Frühling
430.000 Kilometer
Man könnte meinen, das sei die Strecke zum Mond, so astronomisch klingt die Zahl. 430.000 Kilometer ist Tilmann Waldthaler mit seinem Fahrrad auf der Erde geradelt. Seit 30 Jahren ist er unterwegs und hat 136 Länder erfahren. Vergangene Woche hielt er in Weil am Rhein einen faszinierenden Vortrag über seine Erlebnisse. Heute ist der Bericht in der Badischen Zeitung erschienen.
Urban Explorers
Gestern waren wir auf dem Dreiland-Radweg unterwegs. Eine Radstrecke, die über 193 km die Regio – Nordwestschweiz, Südbaden und Elsass miteinander vernetzt. Wir haben uns einen Teilabschnitt in der Schweiz vorgenommen. Ich war überrascht, wie viel Grün und schöne Ecken es in der Stadt gibt. Trotz Industrie und Asphalt. Wir entdeckten schmale Pfade direkt am Rhein und erlebten Basel aus einer ganz neuen Perspektive. Als wir dann dieses Schild mit der Aufschrift „Atlantik-Schwarzes Meer“ entdeckten, war sie wieder da: Die Sehnsucht nach der Straße, jeden Tag einen neuen Horizont zu erleben, wie damals auf der Bike-Tour in Neuseeland. Gestern standen 76 Kilometer auf dem Tacho und die Erkenntnis, dass man selbst in der Heimat immer wieder neue Plätze und Strecken entdeckt, die man zuvor noch nicht kannte.
Frühlingserwachen
Bei einem Waldspaziergang am Sonntag staunte ich über die Kraft, mit der sich nun der Frühling durchsetzt. Die Bäume sind noch immer kahl und der Waldboden ist übersät mit dem Laub des vergangenen Herbstes. Doch überall sieht man erste Frühlingsboten. Blüten, Knospen, Blumen. Der Wald erwacht aus seiner Winterstarre und beginnt zu leben. Man hört förmlich die Bäume jubeln! Auch sie können es kaum abwarten, bis die warmen Tage beginnen.
Regen
Lucke, Binzen, Samstagmorgen, kurz nach 9 Uhr
Du magst gar nicht aus dem Auto steigen. Der Scheibenwischer schiebt die Regentropfen beiseite und du wünscht, du wärst nicht aus dem Bett gestiegen. Aber jetzt bist du da und zurückfahren, nein, das willst du dir nicht eingestehen.
Es ist kalt und nass, deine ersten Schritte sind zaghaft. Der matschige Waldboden spritzt unter deinen Laufschuhen auf. Dann läufst du los. Regentropfen fallen auf dein Gesicht. Du siehst, wie die Tropfen an den braunen Blättern des vergangenen Jahres glitzern. Genauso wie auf deiner Regenjacke. Kleine schimmernde Perlen. Du hörst Vögel zwitschern. Denen ist es egal, dass es regnet. Du atmest frische Waldluft ein. Dann beginnst du sie zu spüren. Die Elemente. Luft, Wasser, Erde. Eine Dankbarkeit, ganz tief in dir, macht sich bemerkbar. Plötzlich ist dir der Regen egal. Du lebst, du spürst den Augenblick. Du bist lebendig und wach. Du siehst, wie die Nebelschwaden durch die Bäume ziehen. Rehe kreuzen den Waldweg. Du riechst den Duft des Waldes. Erdig, frisches Holz. Es riecht nach Leben. Und du bist mittendrin. Du begreifst, dass deine Zeit endlich ist. Und du bist dankbar für dein Leben. Für Freunde. Für Familie. Für die geniale Gegend, in der du lebst. Eine halbe Stunde draußen im Wald, im Regen und du kehrst reich beschenkt zum Auto zurück. Zurück in dein Leben, das so einzigartig und wunderbar ist.