Im Entenschwumm

Entenkreisel Eimeldingen

Gestern Abend fotografierte ich die Entenskulptur von Tanja Bürgelin-Arslan in Eimeldingen. Dabei ist dieses Bild entstanden. Dafür sehen meine neu gekauften Salomon XA Pro 3D jetzt aus wie Sau. Jetzt ist mir auch klar, weshalb das Gebiet Entenschwumm heißt. Das Industriegebiet befindet sich nämlich auf einem ehemaligen Sumpfgebiet, in dem sich Wildenten tummelten. Um einen guten Standpunkt für meine Aufnahme zu finden, musste ich mein Stativ auf einer Wiese aufbauen. Zunächst bemerkte ich gar nicht, wie tief meine Schuhe auf der Wiese einsanken, zu sehr war ich auf mein Fotoobjekt konzentriert. Ist das Foto die Schuh-Putzaktion, die mir noch bevorsteht, wert? Ich hoffe doch sehr.

Dreiländerbrücke – Passerelle des Trois Pays

Dreiländerbrücke Weil am Rhein

Eine HDR-Aufnahme der Dreiländerbrücke Weil am Rhein.

Wie gefragt die Aufnahmetechnik HDR ist, zeigt die Tatsache, dass der HDR-Kurs von Trey Ratcliff trotz des Preises von 999 US Dollar innerhalb von elf Minuten komplett ausgebucht war. Trey Ratcliff hat sich mit seiner HDR Fotografie, die er auf seiner Website StuckinCustoms präsentiert, einen Ruf als Experte in Sachen HDR erworben. In Kürze erscheint sein erstes Buch über HDR-Fotografie, er ist Gast in Fernsehsendungen, Podcasts und Talk Shows. Kreative Ideen, eine besondere Art der HDR-Fotografie und eine gute Umsetzung der Website haben Trey Ratcliff in der ganzen Welt bekannt gemacht. Die Fotografie betreibt er als Hobby, obwohl ich denke, dass er inzwischen damit auch recht gut Geld verdient. Dabei sind seine Bilder – sieht man mal davon ab, dass er sie als HDR Aufnahmen generiert – gar nicht so spektakulär. Sie erhalten ihren besonderen Touch durch den von ihm entwickelten speziellen Prozess der Nachbearbeitung. Doch genau diese Handschrift ist es, die seine Aufnahmen so besonders machen und sich von der Masse der HDR Bilder abhebt. Man darf also gespannt sein, inwiefern sich die HDR Technik in Zukunft durchsetzt und unsere Wahrnehmung beeinflusst.

HDR-Fotografie


Während der vergangenen Tage habe ich sehr viel positives Feedback zu meinen HDR-Fotografien erhalten. Besonders das Foto Herbstlicht hat vielen gefallen. Ich muss gestehen, dass ich bislang der HDR-Fotografie etwas zwiespältig gegenüber stand. Vieles war mir zu künstlich, zu unwirklich und artifiziell. Mit Gary Fong, Editor von „We are Photographers“ führte ich in der vergangenen Woche eine Diskussion zum Thema HDR. Für seinen Artikel verwendete er eines meiner Fotos um seinen Punkt zu illustrieren: „Maybe I’m old fashioned, but seeing manufactured flamboyantly day-glow HDR photos hurt my sensitive and insightful eyes. After viewing a host of overdone HDR images, my burned out retinas cry out for a few soothing monochromatic images.“ Aber – und in diesem Punkt stimme ich Gary zu – HDR hat seinen Platz in der modernen Fotografie. Gary Fong: „If people have the impression I don’t like HDR, let me set the record straight. I have an appreciation for HDR, when properly and aesthetically done.“

Wie ich bereits schon erwähnte – ich bin ein Neuling, was HDR Fotografie anbelangt. Mich faszinieren die Bilder von Trey Ratcliff, der sich auf die HDR-Fotografie spezialisiert hat. Auf seinem Blog gibt er Einsichten in seine Art von HDR-Fotografie und hält sogar eine ausführliche Anleitung parat. Seine Methode habe ich selbst noch nicht ausprobiert. Jedenfalls war es Trey Ratcliff, der mich dazu inspirierte, selbst einmal HDR auszuprobieren. Und mehr und mehr komme ich zum Ergebnis, dass diese spezielle Art von Fotografie Menschen fasziniert. Ein Foto ist schließlich nie eine Abbildung der Realität, sondern immer eine Interpretation des Fotografen. Selbst bei Dokumentarfotos ist das so, denn das Bild zeigt immer nur einen Ausschnitt.
So verstehe ich die HDR-Fotografie als eines von vielen Ausdrucksmitteln und Werkzeugen, die ich in der Fotografie benutze um meine Sicht, Gedanken, Gefühle die ich in dem Augenblick der Aufnahme empfunden habe, wieder zu geben.
Dabei hat mich von Anfang an die Nacht mit all ihren Farben sehr fasziniert. Früher waren es Film, analoge Kamera und Stativ, heute sind es digitale Kamera, noch immer dasselbe Stativ und ein Computer. Der Anspruch ist derselbe: Fotos zu generieren, die Menschen bewegen, faszinieren, staunen lassen, zum Nachdenken anregen, Freude verbreiten. Daran werde ich weiter arbeiten und ich bin gespannt, welche Fotos in Zukunft mit der HDR-Technik entstehen. Die Ergebnisse werden natürlich hier auf dem Blog, auf meiner flickr-Seite und auf HDR-Spotting zu sehen sein.

Sturmland


Manchmal kommt man zu spät. Wie gestern. Plötzlich war das Licht da. Die untergehende Sonne strahlte durch dunkle Wolken hindurch. Ich packte meine Kamera und fuhr los Richtung Katzenberg. Vor mir glühten die Berge in einem tiefdunklen rot – so wie man das vom Alpenglühen her kennt. Doch so schnell es kam, war das Licht auch bereits wieder verschwunden. Schade.
Fotografiert habe ich dennoch. Einen aufziehenden Sturm über Basel. Fantastisch, welche Stimmungen man hier im Rebland erleben kann.
Eine ganz besondere Stimmung herrschte vergangene Woche auf dem Läufelberg. Dort spielte nämlich ein Alphornbläser. Ein Alphorn im Rebberg, das ist wirklich ungewöhnlich. Weshalb das so ist, könnt ihr in meiner Reportage, die heute in der Badischen Zeitung erschienen ist, nachlesen.