Jetlaged in Winnipeg

Es ist 5.20 Uhr hier in Winnipeg und ich bin hellwach. Gestern bin ich nach einem sehr langen Tag hier angekommen. Der Flug von Frankfurt nach Ottawa war recht ruppig. Der Service musste mehrmals unterbrochen werden, der Kapitän wechselte die Flughöhe und hat sich mindestens drei mal für die Turbulenzen entschuldigt. Von Ottawa ging es weiter nach Winnipeg, noch einmal fast drei Stunden Flugzeit. Obwohl Winnipeg 700.000 Einwohner hat, wirkt hier alles dörflich und ruhig. Wenig Verkehr, wenig Menschen, dafür einen Himmel der einem den Atem verschlägt. Das Land ist flach wie eine Flunder. Viel mehr kann ich noch nicht sagen, bin todmüde ins Bett gefallen. Am Montag geht es dann up North zu meinem Bestimmungsort. Straßen führen da keine hin. Man kommt nur mit dem Zug (dauert 36 Stunden) oder mit einem Propellerflugzeug hin. 

Aufatmen Auftanken Aufleben

Übers Wochenende waren wir in Lauterbrunnen im Berner Oberland. Ein Ort, an dem die Seele Flügel bekommt. Eine Wanderung führte uns von Isenfluh auf die auf 1955 Meter gelegene Lobhornhütte. Herrliche Ausblicke auf Eiger, Mönch und Jungfrau. Und immer wieder auf’s neue faszinierend: der Staubbachfall. 300 Meter stürzt das Wasser in den Talgrund. Durch die auftretende Thermik wird das Wasser in alle Himmelsrichtungen zerstäubt. Angeblich hat sich Goethe vom Staubbachfall inspirieren lassen und dort seinen „Gesang der Geister über den Wassern“ verfasst. Aber seht selbst. Alle Fotos wurden mit der Canon G 9 aufgenommen. 

Welche Zeit vermisst du?

Eben fällt mein Blick auf einen Kalender, der auf meinem Schreibtisch steht. Welche Zeit vermissen Sie? steht heute auf dem Blatt. Darunter: Zeit zu träumen, Zeit zu lesen, Zeit zu feiern, Zeit zu fühlen, Zeit zu denken, Zeit zu ruhen, Zeit zu lieben, Zeit zu loben, Zeit zu leben, Zeit zu vergeben. Interessanterweise fehlt die Zeit zu arbeiten darauf. Die fehlt mir jedenfalls nie. Arbeit gibt es immer. Deshalb ist es umso wichtiger, sich Zeit für die anderen Dinge zu nehmen. Aus-Zeiten, in denen die Seele auftanken kann. Deshalb schreibe ich noch einen Artikel und mache dann Wochenende! Genießt die Sonne. 

Finale

Was für ein Abend! Sah es zunächst so aus als würde die Deutsche Elf von den Türken deklassiert werden, waren es diesmal die Löw-Mannen, die das Ruder in letzter Minute wendeten. 

Hier ein paar visuelle Eindrücke vom Public Viewing im Sichtwerk-Garten. Zum Abschluss gab es sogar ein kleines Feuerwerk, bevor sich die Fans Fahnen schwenkend und hupend von dannen machten. Bis zum Sonntag, dann darf wieder gefiebert werden. 

Wer liest das eigentlich?

Schreibblockaden können absurde kreative Explosionen auslösen. Stimmt. Kenne ich irgendwie. Man sitzt vorm Computer und bringt einfach keinen Satz zustande. Aber hat eine Menge anderer kreativer Ideen. So erging es James Bridle der während einer Schreibblockade zur Kamera griff (gute Idee, muss ich mir merken) und anfing, die Rückseiten von Produkten zu fotografieren. Da wo all das steht, was eigentlich kein Mensch liest. Herausgekommen ist das