Archiv der Kategorie: Orte, die man besucht haben muss

Orte, die man besucht haben muss, Teil 3


In den vergangenen Tagen war ich in Oberschwaben und im württembergischen Allgäu unterwegs. Ich habe viel gelernt über Moore, Riede, Torfabbau. Kenne nun den Unterschied zwischen Oberschwaben und dem württembergischen Allgäu, schwebte 3000 Meter über der Erde, habe die weltbesten Kässspätzle in Gospoldshofen gegessen, einen Kuhflüsterer getroffen, skurrile Heilige Leiber in Kirchen fotografiert und allerhand über seltsame Glaubensriten der dortigen Bevölkerung erfahren. Das Foto entstand auf einem Pilgerweg zwischen Amtzell und Pfärrich. So grün, so blau – die Farben des Allgäu! So habe ich diese Landschaft dort erlebt. Alles weitere folgt demnächst auf diesem Blog.

Orte, die man besucht haben muss, Teil 2


Hier sehen wir, ja wie soll ich sagen, die Absprungrampe in den Himmel. Näher kann man dem Himmel, zumindest von der Erde aus, nicht kommen. Wer dort oben steht, befindet sich auf dem höchsten Berg der Welt – dem Mauna Kea. Wie was? Höchster Berg, das ist doch der Mount Everest. Gemessen an seinen 8.848 Metern über dem Meeresspiegel ist das auch richtig. Doch messen wir den Mauna Kea von Fuß bis zum Gipfel, dann kommen wir auf ca. 10.205 Meter. Denn der Mauna Kea ist vom Meeresboden aus gewachsen – wovon 4.214 Meter davon aus dem Wasser ragen. Der Mauna Kea ist ein Schildvulkan auf Hawaii und da er meist eine schneebedeckte Kappe trägt bedeutet sein Name auf hawaiianisch “Weißer Berg”. Somit darf ich also stolz von mir behaupten, auf dem höchsten Berg der Erde gestanden zu sein haben. Zweimal sogar. Dass beide Male in einem Desaster endeten, ist eine andere Geschichte (auf die ich später zurückkomme). Im Gegensatz zum Mauna Loa ist der Mauna Kea derzeit nicht aktiv. Obwohl die letzten Ausbrüche vor wahrscheinlich rund 6.000 Jahren stattgefunden haben, bedeutet das nicht, dass der Vulkan erloschen ist, sondern eben einen etwas längeren Dornröschenschlaf hält. Nun aber zur abenteuerlichen Geschichte meiner Mauna Kea Besteigung. Orte, die man besucht haben muss, Teil 2 weiterlesen

Orte, die man besucht haben muss Teil 1


Start einer neuen Serie hier auf meinen Blog: Orte, die man besucht haben muss. Und den Anfang bildet ein Ort, der eigentlich gar nicht in diese Reihe passt. Oder eben gerade deswegen. Weil doch jeder schon mal auf dem Eifelturm war, oder auf dem Empire State Building. Aber wer war denn schon einmal auf dem Gipfel des Chräiegg-Gupf? Dieser Berg mit dem unaussprechlichen Namen befindet sich in der Nordwestschweiz. Und ja, er gehört nicht unbedingt zu den 100 Dingen, die ich einmal machen möchte, bevor ich sterbe. Aber nun, jetzt habe ich ihn bestiegen, eher zufällig, während einer Wanderung bin ich irgendwie dort hinauf geraten und konnte mich sogar ins Gipfelbuch, das sich in einer feuerroten Militärkeksdose befand, eintragen. Den Weg zum Gipfel zu finden ist gar nicht so einfach, denn dort hinauf führt kein Weg, den muss man sich selber suchen. (Oder eine Abkürzung vom Wanderweg wählen und sich verirren). Aber bitte aufpassen, und nicht bei Nacht dort hochstiefeln. Ein paar Meter neben mir fällt die Nordwand steil ab. Ein paar Hundert Meter dürften das schon sein. Der Chräiegg-Gupf (hallo, irgendwelche Schweizer Leser hier – die das übersetzen können??? – hat das was mit Krähen zu tun?) ist ein bewaldeter Gipfel östlich der Hauenstein-Passtrasse zwischen Waldenburg und Langenbruck und liegt auf 926 Metern Höhe. Ja, und ich war dort!