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Sturm über der Arktis und Eisbärenyoga

Norbert Rosings Eisbärenfotos habe ich schon immer bewundert. Nie hätte ich mir erträumen können, eines Tages einmal selber Eisbären aus direkter Nähe zu fotografieren. An Tierfotografie war ich bislang nicht interessiert. Doch das Fotografieren von Eisbären auf der Seal River Lodge hat mich derart fasziniert, dass ich unbedingt wieder kommen möchte.

Gestern erhielt ich eine sehr nette E Mail eines Lesers, der meinte, dass nicht die Technik die Fotografin ausmacht, sondern die Fantasie, die Intuition, das Gefühl für den Moment. Das hat mich sehr gefreut. Während unseres letzten Tages auf der Lodge saß ich beim Mittagessen neben unserem Fotoguide Dennis Fast. Und über was reden Fotografen? Über ihre Kameraausrüstungen. Ich sagte zu Dennis, dass ich ja viel härter arbeiten müsse als er, um ein gutes Foto zu machen. „Du drückst auf den Auslöser und hast 8 Bilder in der Sekunde, da ist dann sicher eines dabei, das gut ist.“

Wirklich stolz nike dunk high blue satin nike revolution 7 bin ich auf das Bild mit dem Eisbär und dem Fuchs. Dieser wunderbare Augenblick hat tatsächlich niemand außer mir eingefangen.

Heute möchte ich nun ein wenig von unserem Tagesablauf auf der Seal River Lodge berichten.

Dieses Licht! Dieses wunderbare, einzigartige, sanfte Licht. Sobald die Sonne über den Horizont steigt, erwacht die Eiswüste zu neuem Leben. Die harsche Landschaft wird von sanften Morgenlicht wachgeküsst.

Unser Tag auf der Seal River Lodge beginnt um 7 Uhr mit einem leckeren Frühstück. Danach fertigmachen zum Ausgang.

Wenn bei Temperaturen von minus 22 Grad der Windchill Faktor hinzukommt, sinken die Temperaturen ganz schnell auf bis zu minus 30, minus 35 Grad. Und weil wir Fotografen uns nur wenig bewegen, die meiste Zeit stillstehen, ist die richtige Ausrüstung das allerwichtigste Werkzeug! Für die arktische Kälte wappnet man sich am besten mit dem Zwiebelschichtprinzip. Ich trage Merinounterwäsche von Icebreaker, zwei Smartwoolsocken, eine lange Smartwool-Hose, darüber meine Goretex-Laufhosen. Meine Oberbekleidung besteht aus zwei Merino-Shirts, eines kurzärmlig, eines langärmlig, darüber ein Fließ. Die obere Schicht besteht aus dem Polar-Anorak und Polarhose, die man in Churchill mieten kann. Als Schuhe haben sich meine Salomon Winterstiefel bewährt. Allerdings bekam ich bei längerem Stehen doch kalte Füße. Hier wären die arktiserprobten Baffin-Stiefel sicher besser gewesen. Meine Merino-Wollmütze, die Marmot Randonee Fäustlinge und meine Marmot Windproof Handschuhe, die ich zum Teil mit dünnen Merino-Handschuhen beim Fotografieren getragen haben, vervollständigen die Ausrüstung. Mein Gesicht schützte ich mit einem Buff Fließhalstuch und einem Goretex-Gesichtsschutz. Als Brillenträgerin war das mein großes Problem: Zog ich mir das Buff und den Gesichtsschutz über die Nase, war innerhalb weniger Sekunden die Brille beschlagen. Im schlimmsten Fall war sie sogar vereist. Kurzum, ich konnte die Eisbären nicht mehr von einem Schneehügel unterscheiden, vom Fotografieren mal ganz abgesehen. Also blieb mir nichts anderes übrig, als die Nase offenzulassen. Was dann wiederum zur Frostbeule führte.

Ein Teil der Gruppe, der harte Kern, zog los, dem Eisbär auf der Spur. Für diejenigen, die zurück auf der Lodge blieben, war es nicht minder interessant. So war Christine die einzige aus unserer Gruppe, die einen Arctic Fox zu Gesicht bekam, der sich im Compound (eingezäunter Außenbereich) der Lodge herumtrieb.

Und ganz oft kamen die Bären bis zum Zaun, legten sich hin und ließen sich fotografieren.


Die Eisbären sehen ja immer ganz knuffig aus. Am liebsten möchte man sie streicheln, so süß wirken sie. Bis, ja bis sie dann ihre Zähne zeigen und einem bewusst machen, dass man da dem gefährlichsten Landraubtier der Erde nike lebron backpack red black dress shoes size - Cushioned Vomero Plus Running Shoe , EduShops° - Available Now: Nike's Max green camouflage military Patch jacket – breasted blazer By Malene Birger – Brown ‘Abruzzi’ single – SchaferandweinerShops Azerbaijan gegenübersteht. Dass dieser Eisbär seine Zähne fletscht, ist übrigens kein aggressiver Ausdruck. Er kam einfach an den Zaun, um daran zu knabbern. Ich habe keinen der Bären uns gegenüber aggressiv erlebt.

 

Mittwoch fegte ein Sturm über die Tundra. Windchill-Faktor minus 30 Grad. Optimales Wetter, um Eisbären zu fotografieren! Auf dem Foto sieht man den kanadischen Fotografen Paul Lubitz und unser Churchill Wild Guide Tara. Was ich übrigens ganz toll an unserer Fotosafari fand: Wir waren eine bunt zusammengewürfelte Truppe von 16 Leuten. Darunter Profifotografen, ambitionierte Amateure und Natur- und Eisbärenliebhaber. Es war ein gutes Miteinander. Die Profis waren sich nicht zu schade, Tipps zu geben, auszuhelfen und es gab kein Gerangel um die besten Plätze.

Wir erlebten Eisbären-Yoga. Oder wie würdet ihr das bezeichnen?

Beste Freunde – Abenteuer auf der Eisbären Fotosafari

Was für ein Augenblick! Mein bestes Foto heute und vielleicht überhaupt von meiner Zeit auf der Seal River Lodge bei den Eisbären.

Der Tag heute war kalt, sehr kalt, sehr sehr kalt und stürmisch. Der Wind fegte die Schneeflocken waagrecht über die Tundra. Gut eingepackt verbrachten wir den größten Teil des Tages draußen in der verschneiten Tundra. Und wir hatten Glück! Ein Eisbär und zahlreiche Füchse tummelten sich in der näheren Umgebung der Lodge. Ich schielte voller Neid auf die Teleobjektive meiner Kollegen.  Dass man mit einem 80-200 2.8 Nikkor Objektiv nicht das optimale Zoom für Tierfotografie besitzt, liegt auf der Hand. Aber wenn man die neusten Nikon und Canon Fotoapparate mit den langen Teleobjektiven neben sich rattern hört, wie ein Maschinengewehr, dann liegt auf der Hand, wer mit den besseren Fotos nach Hause kommt.

Ich hatte in den vergangenen Tagen große Probleme mit meinen Kameras. In der Kälte stieg mir zuerst die D 700, kurz darauf die D 200 mit einer Error Meldung aus. Zwar funktionierten die Kameras nach einiger Zeit wieder, nachdem ich sie in der Lodge aufwärmte, allerdings blieb das Problem dasselbe. Innerhalb kürzester Zeit Error-Fehlermeldung und nichts ging mehr. Wäre das nur bei der D 200 passiert, ok. Aber von einer Nikon D 700 erwarte ich anderes. Wohl mit ein Problem ist mein altes 80-200 Zoom Objektiv, das keinen internen Motor besitzt wie die neueren Objektive und deshalb der Batterie mit einem Wimpernschlag den Saft rauszieht. Aber genug von Kameras, die den Kältetod sterben, hier eine kleine Auswahl meiner Fotos von heute.

 

Morgen ist unsere Zeit auf der Lodge zu Ende. Aber es werden weitere Berichte auf dem Blog folgen. Ich bin einfach nicht dazu gekommen, über unseren Tagesablauf zu berichten. Heute Nacht bleibt uns der Blick zu den Nordlichtern verwehrt. Es ist bewölkt und schneit. Für morgen früh sind heftige Winde gemeldet. Ob der Flieger starten kann, der uns zurück nach Churchill bringt, ist noch völlig offen. Es wäre nicht das erste Mal, dass ich aufgrund Sturms nicht pünktlich von einer Lodge zurückkomme.

Die Nacht, in der der Himmel zur Erde fiel

Vergangene Nacht explodierte der Himmel. Die Nordlichter tanzten über den Himmel. Ein Schauspiel, das eine spirituelle Kraft in sich trägt. Als meine Batterien den Kältetod starben, legte ich mich einfach auf die Bank und schaute den Lichtern zu, wie sie direkt über mir tanzten. Es war, als käme das Licht Gottes zur Erde. Unbeschreiblich. Wer einmal dieses Licht erlebt hat, will es immer wieder sehen.

Eisbär-Fotosafari auf der Seal River Lodge

Auge in Auge mit dem Eisbär, der keine zehn Meter an mir vorbei tappt, nachts bei minus 18 Grad (mit Windchill-Faktor minus 30 Grad) Polarlichter fotografieren, Sonnenhalos und unglaubliche Sonnenauf- und Untergänge erleben. Der Tag hat gefühlte 48 Stunden, so vieles habe ich erlebt und weiß gar nicht so recht, wo anfangen. Es ist weit nach Mitternacht und endlich komme ich dazu, meine ersten Fotos online zu stellen. Gestern war ich nachts draußen, um die Polarlichter zu fotografieren bis alle meine Batterien den Kältetod starben und ich gezwungen war, in die Lodge zu gehen. Ich konnte kaum meine Augen offen halten, so müde war ich.

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Das große Zittern – Windchill minus 30 Grad

Als ich die Balkontüre öffnete spürte ich die frische, kristallene Luft. Mein Thermometer zeigte Null Grad an. Das ist ziemlich warm. Wenn man die Temperaturen mit Churchill vergleicht. Da gab es gestern einen Blizzard. Der Windchill Faktor liegt derzeit bei minus 30 Grad. Das kann ich mir noch gar nicht vorstellen, eine Temperatur, die weit außerhalb meiner Wohlfühlzone liegt. Kälte kann ich aushalten, aber wenn der Wind hinzukommt, sieht das wieder ganz anders aus. Jedenfalls hat mich die Meldung auf dem Polar Bear Alley Blog dazu veranlasst, erneut in meiner Ausrüstungskammer zu wühlen. Ich suchte (und fand) meinen Goretex Nierenschutz und ein wärmeres Chaskee Fliesshalstuch, das mit in den Koffer, bzw. Duffel Bag kommt. Für die Lodge dürfen wir nur einen kleinen Ruck- oder Seesack mit dem nötigsten mitnehmen.

Und weil es einen Tag vor Abflug ja sonst nichts anderes zu tun gibt, darf ich mich noch um eine Umbuchung meines Fluges kümmern, weil mein Reisebüro gepennt hat. Gestern rief ich die Air Canada Seite auf, tippte meinen Namen ein und siehe da: Nichts. Ich war nicht vorhanden. Panik! Anruf bei Air Canada in Frankfurt. Eine wirklich sehr nette und kompetente Mitarbeiterin am Telefon. Sie checkte die Daten und konnte mich jedenfalls als Passagier finden. Tief durchschnauf! Dann meinte sie, dass es einen Timechange auf dem Rückflug gegeben hat. Aktuell lande ich um 20.26 Uhr in Toronto und der Weiterflug nach Zürich startet um 20.30 Uhr. 4 Minuten Umsteigezeit. Und mein Reisebüro hat mir nicht Bescheid gegeben, obwohl sie darüber von Air Canada informiert wurden! Und weil die Buchung über ein externes Reisebüro ging, konnte auch die freundliche Mitarbeiterin meinen Flug nicht umbuchen.

So, das wars für heute, denn ich muss mich nun wirklich ans Packen und Auswählen der Ausrüstung machen. Wer gerne weitere Infos zum Polar Bear Marathon haben möchte, findet meine Newsmail auf der Dropbox. Einfach anklicken und pdf laden. Ich freue mich, dass ihr mit dabei seid beim Abenteuer in der kanadischen Arktis.

Das große Eisbär-Abenteuer

Takkiwrites ist wieder live. Mit neuen spannenden Stories. In Kanada. Ab Samstag, 10. November 2012. Bei den Eisbären! 

Noch drei Tage. Dann sitze ich im Flieger der Air Canada nach Winnipeg, Manitoba, Kanada. Nach einer sehr kurzen Nacht fliege ich sonntagfrüh mit Calm Air weiter, 1800 Kilometer in den Norden, nach Churchill. Ein weiterer Flug mit einem Buschflugzeug bringt mich zur Seal River Lodge an der Hudson Bay. Für die nächsten fünf Tage wird Seal River meine Base für eines der unglaublichsten Abenteuer: Auge in Auge mit den Eisbären. Zu Fuß und ohne gepanzertes Fahrzeug werde ich Eisbären aus nächster Nähe fotografieren! In Eiseskälte. Schon jetzt sind Temperaturen von unter minus 19 Grad angesagt. Ich werde nervös. Habe ich wirklich genügend warme Sachen dabei? Halten die Marmot-Handschuhe meine Hände tatsächlich warm? Hätte ich lieber einen Daunenparka kaufen sollen? Ich vertraue meiner NorthFace Gore-Tex Jacke. Immerhin hat sie mich bereits zehn Jahre lang durch alle möglichen Abenteuer begleitet. Mit derselben Jacke war ich bei minus 33 Grad im Banff National Park in Alberta  Skilanglaufen und kam dabei mächtig ins Schwitzen.

Ich war in Berlin, als ich einen unerwarteten Anruf erhielt: Ich soll nach Kanada fliegen. Nach Churchill. Eisbären fotografieren. Im Oktober. In zwei Wochen! Also habe ich mir die Jacke in einem Outdoor-Laden besorgt und flog nach Kanada. Meinen ersten Eisbären habe ich bereits im Anflug nach Churchill gesehen. In Churchill gibt es keinen Handyempfang, dafür eine Landebahn fürs Space Shuttle. Aus meiner ersten Reise nach Churchill entstand eine meiner meist verkauften Reportagen. 10 Jahre ist das jetzt her. Seitdem bin ich weitere zwei Male zurück in die kanadische Arktis gekommen:

2008 schwamm ich im eisigen Wasser des Churchill Rivers mit Beluga-Walen

http://www.youtube.com/watch?v=DlmgrHKhwxI

und 2010 fotografierte ich aus nächster Nähe Eisbären während meines Aufenthaltes in der Nanuk Polar Bear Lodge.

Am Samstag erwartet mich ein weiteres Abenteuer im Norden Kanadas. Die Foto-Safari auf der Seal River Lodge ist das erste Highlight. Anschließend begleite und dokumentiere ich den Polar Bear Marathon. Ja, richtig gelesen! Eisbärenmarathon. 20 Elite-Läufer starten am 20. November zum wohl verrücktesten und verwegensten Rennen auf diesem Planeten: 50 Kilometer in eisiger Kälte, bei Temperaturen von bis zu Minus 40 Grad. Mitten durch Eisbärengebiet! Ein Lauf, der einzigartig ist. Den es in dieser Form noch nie gegeben hat. Doch den Läufern geht es nicht um Rekorde oder Bestzeiten. Sie laufen, um Spendengelder für die Arbeit von Athletes in Action zu sammeln. Das Geld kommt den First Nations People vom Stamm der Sayisi Dene First Nation Community in Tadoule Lake, ca. 250 Kilometer westlich von Churchill  zu Gute.

Albert Martens hat den Lauf organisiert und dazu eingeladen. Darunter sind Ultramarathon-Läufer aus Deutschland sowie “Antarctic Mike” Michael Pierce, der 2006 in der Antarktis einen Marathon lief. Extrembergsteiger Eric Alexander schaffte es mehrere Male auf den Mt. Everest und begleitete sogar seinen blinden Freund Erik Weihenmayers auf den Gipfel. Mit dem Eisbärenmarathon stellt er sich einer neuen Herausforderung.

“Das ist kein Rennen, sondern ein Erlebnis”, sagt Albert Martens. Die Idee für den „Polar Bear Marathon“ kam Albert Martens an einem sehr kalten Wintertag vor einem Jahr. Ausschlaggebend war sein Ziel, einmal im Leben die Distanz des Erdumfangs (40.074 km) zu Laufen. Um dieses Ziel zu feiern, nahm sich Martens einen kompletten Marathonlauf rund um seine Heimatstadt Steinbach (nähe Winnipeg im Süden Manitobas) in Kanada vor. Am 26. Februar 2011 war es soweit: Sein Schrittzähler sprang über die magische Grenze. In der Nacht zuvor fiel die Temperatur auf minus 32 Grad. Begleitet wurde er von „Antarctic Mike“ aus Kalifornien, der bereits mehrere Läufe in der Arktis erfolgreich absolvierte. „Mike schlug vor, einen weiteren Marathon in extremer Kälte zu Laufen und so wurde die Idee des Eisbärenmarathon geboren“, berichtet Albert Martens.

takkiwrites begleitet den Marathon als Journalistin und Fotografin und natürlich gibt es spannende Fotos, Videos und Berichte auf www.takkiwrites.com, Twitter @takkiwrites und auf facebook.