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Die Buchmesse 2008

Neulich habe ich in der Zeitung gelesen, dass jemand hier aus der Gegend ein Buch veröffentlicht hat. Und jetzt sogar auf der Buchmesse ist. Und sogar daraus lesen wird. Wow! Auch ich war (endlich) auf der Buchmesse. Ich habe nicht gelesen, aber fotografiert. Und kurz vor meiner Abreise heute Mittag noch ein sehr interessantes Podiumsgespräch verfolgt, in dem es über das Thema Zuschussverlage ging. “Verlag sucht Autoren” unüberschaubar prangten große Schilder an etlichen Ständen. Und wahrscheinlich sind auch am Besuchertag heute zahlreiche Hobbyschriftsteller zu eben jenen Verlagen gepilgert, die ach so händeringend nach Autoren suchen. Doch diese Autoren müssen ihre Veröffentlichung aus eigener Tasche bezahlen. Denn genau davon leben diese Verlage – vom Geld, das ihnen der angehende Autor bezahlt. Leider wurde das in dem Bericht der Lokalzeitung über den glücklichen Jungautor mit keinem Wort erwähnt. Kritische Berichterstattung sieht meiner Meinung nach anders aus. Wer also gerne Veröffentlichen möchte, sich aber nicht sicher ist, ob es sich dabei um einen seriösen Verlag handelt, kann sich hier informieren. Wer mehr darüber erfahren möchte, dem sei dieser Artikel empfohlen.

Am Freitag bin ich also nach Frankfurt gereist und habe auf der Buchmesse für das Literatur-Café fotografiert. Wolfgang Tischer und Eileen Stiller sind bereits zum vierten Mal live auf der Buchmesse und produzieren den Buchmesse-Podcast. Entstanden sind spannende und interessante Interviews mit Autoren und Verlegern, darunter Volker Schlöndorff, Roger Willemsen, Rafik Schami, Sven Regener, Alina Bronsky, Ulrich Wickert, Uwe Timm,Tanja Kinkel, Kathrin Passig und Sascha Lobo und viele andere. Einige von ihnen habe ich fotografiert und konnte nebenbei Buchmesse-Atmosphäre schnuppern. Die Interviews von Wolfgang Tischer und Eileen Stiller (bis Sonntag kommen neue hinzu) sind auf der Website des Literatur-Café zu hören und stehen auch zum Download bereit. Wenn ihr meine Fotos einzeln öffnet, erhaltet ihr Bildunterschriften. Sofern die Interviews mit den Autoren schon zu hören sind, habe ich sie verlinkt. Und nun viel Spaß mit dem Buchmesse-Podcast des Literatur-Café live von der Buchmesse 2008 in Frankfurt. 

Doping mit Stützstrümpfen?

Sie sehen aus wie Venen- oder Stützstrümpfe. Solche, die ich vor Jahren nach einer Operation im Krankenhaus tragen musste. Aufgefallen sind sie mir das erste Mal im Laufbuch von Andreas Butz, das ich für das Literatur-Café rezensiert habe. Ästhetisch sind sie nicht der Brüller, besonders dann nicht, wenn der Läufer kurze Hosen trägt. Weiße, bis hoch an die Waden reichende, eng anliegende Strümpfe, die angeblich die arterielle Durchblutung und Sauerstoffverstärkung der Muskulatur steigern sollen. Mehr Sauerstoff bedeutet Leistungssteigerung. Doping mit Stützstrümpfen also. Rein legal, versteht sich. 

Neulich tauchten zwei Freundinnen im Lauftreff mit diesen Strümpfen auf. Hellauf begeistert priesen sie die Kompressionsstrümpfe in höchsten Tönen. Keine schweren Beine mehr, keine Schmerzen, tolles Wohlfühlfeeling nach langen Läufen. Das wollte ich dann wissen und besorgte mir ein paar der Strümpfe in weiß.

Erster Testlauf: Noch nie haben mich so viele Leute beachtet, als ich auf meiner Laufstrecke durchs Dorf lief. Ihr Gesichtsausdruck sprach Bände. Ich kam mir ziemlich bescheuert vor und war froh, als ich endlich im Grünen war.

Der zweite Testlauf fand in Hamburg statt. Es war mein erster Marathon. Ankommen war mein Ziel, und das möglichst unter 5 Stunden.

Siehe da, es gab noch andere Kompressionsläufer. Sogar Prominente. Unter anderem Tagesthemen-Moderator Tom Buhrow. Ich fühlte mich unter Gleichgesinnten. Den Tom habe ich irgendwann sogar überholt. Aber das lag ja an seiner Grippe, dass er über 5 Stunden gebraucht hat, wie er später den Medien erzählte. Ich bin mit 4 Stunden 50 Minuten ins Ziel gekommen. Mission erreicht. Ob’s an den Strümpfen lag? Jedenfalls hatte ich keinerlei Schmerzen. Und das war es mir wert, ein bisschen so auszusehen, als würde ich mit Omas Stützstrümpfen durch Hamburg laufen.

Infos: cep-Laufsocken: www.cep-sports.com

 

 

 

Angekommen

Wenn alle Fotos bearbeitet und sortiert sind, spätestens dann bin ich angekommen. Demnach ist das jetzt der Fall. Und somit noch ein letzter Blick auf die Hudson Bay am Vorabend unseres Abfluges. Ich freue mich auf das Schreiben des Artikels über dieses verrückte Churchill, Polar Bear Capital of the World. Wer erleben möchte, wie ist ist, wenn der Bär los ist, der kann sich meine Eisbären-Geschichte im Literatur-Café ansehen. Einfach scrollen bis ihr zum Artikel “Wenn der Eisbär Helikopter fliegt” kommt. “Wo sind denn die Belugas” wurde ich heute in einer E Mail gefragt. Sie kommen! Die Unterwasserfotos sind noch in der Entwicklung und den Videoclip muss ich erst einmal zusammenstellen. Bin ja nur eine Ein-Frau-Show. Da geht es eben manchmal etwas länger. 

Kostenloser Hörbuchdownload im Literatur-Café

Zur Walpurgisnacht 2008, der Nacht auf den 1. Mai, präsentiert das Literatur-Café einen gruseligen Leckerbissen der besonderen Art. Nadia Zaboura liest die Erzählung »Nur eine Amsel« von Birgit-Cathrin Duval. Das über 20minütige Hörbuch steht hier kostenlos zum Download für Ihren Computer oder MP3-Player bereit. Über den Flash-Player kann man die Gruselgeschichte auch sofort anhören.

Die Erzählung beginnt am Vorabend einer anderen gespenstischen Nacht des Jahres: Halloween. Um der tristen Atmosphäre ihres Büros zu entkommen, beschließt die weiblich Hauptperson endlich einmal wieder in der frischen Luft des Waldes joggen zu gehen. Doch was als erholsamer Lauf beginnt, wird plötzlich zur Verfolgungsjagd. Nur was ist da im Wald, das sie verfolgt?

Die Erzählung »Nur eine Amsel« ist bereits seit einige Zeit in der Textfassung im Literatur-Café zu lesen. Nun verleiht ihr Nadia Zaboura eine Stimme. Das Literatur-Café wünscht eine angenehm schauerliche Unterhaltung.