Free your mind – Scapple first

Happy Scappling
Free your mind – Scapple first

Es darf mir nicht unterstellt werden, ich hätte es nicht versucht.
Sogar ein Buch habe ich mir gekauft. Nein, es waren tatsächlich zwei. Ich habe mir Mühe gegeben. Sie zu verstehen und sie anzuwenden. Die Rede ist von Mind Maps. Funktioniert hat das nie. Warum, weiß ich bis heute nicht.
Dann bin ich auf das Tool Scapple aufmerksam geworden. Als Beta Version konnte man es bereits in der Entwicklungsphase testen. Scapple stammt vom Entwickler der Scrivener Software, einer genialen, intuitiven Schreibsoftware mit der ich seit Jahren arbeite und auf der die Manuskripte meiner Bücher entstehen.
Scapple weckte meine Neugier, weil es eben keine Mind-Mapping-Software ist, die mich an eine zentrale Idee bindet, von der ich Schlüsselwörter bilde, die dann von den Hauptästen mit Unterbegriffen weiter strukturiert werden.

Scapple ist im Grunde genommen nichts anderes als ein weißes Blatt Papier, auf das man seine Ideen und Gedanken kritzelt und sie miteinander verbindet. Während ich bei einer Mind Map automatisch festgelegt bin, gibt es bei Scapple keinerlei Hirarchie. Jeder Gedanke ist gleichwertig und kann individuell verbunden werden. Dahinter steckt die Grundidee von Scapple: Beim Ideen-Brainstorm steht Kreativität an erster Stelle und die soll sich in völliger Freiheit entfalten können. Erst nachdem alles aufs Papier gekritzelt ist, beginnt man damit, die einzelnen Gedanken miteinander zu verbinden und zuzuordnen.

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Scapple, Brainstorm Software,
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Scappe, Brainstorm Software,

“Free your mind – Scapple first” – bei mir funktioniert das wunderbar.
Das weiße Blatt Papier (das im Programm eine leichte beige Farbe hat), lässt sich nach belieben vergrößern, dem Ideenfluss ist keine Grenze gesetzt.
So genial einfach das Programm ist, lässt es sich auch bedienen. Einfach irgendwo im Blatt, bzw. Fenster klicken und tippen. Wenn alle Gedanken niedergeschrieben sind, kann man sie mit wenigen Klicks miteinander verbinden und verschieben.
Würde Softwareentwickler Keith nicht allergisch auf das Wort “Brainstorming” reagieren, hätte er es sehr wahrscheinlich als Brainstorm-Software bezeichnet.
Scapple – nicht zu verwechseln mit Snapple oder Scrabble bedeutet laut Chambers Dictionary, 12th Edition: “To work or shape… roughly, without smoothing to a finish”
Auf Scapple entfesselt sich ein Tornado wilder Ideen. Hat sich der Gedankensturm entladen, lassen sich die Gedankenfetzen miteinander verbinden und kombinieren. So erhält das Ideenchaos eine Struktur, die als kreative Landkarte dient, ein Projekt zu vollenden.
Notizen können beliebig miteinander verknüpft und an beliebiger Stelle im Dokument angeordnet werden. Außerdem können Fotos und Text in das Dokument eingefügt werden.

Was mir mit Mind Map Software nicht gelingen will, funktioniert mit Scapple bestens. Bereits in der Beta-Version habe ich mit Scapple Buchideen aufs elektronische Papier gekritzelt und zu Kapiteln geformt. Scapple lässt sich wunderbar bedienen, zwingt nichts auf, sondern lässt mir als User alle Freiheiten. Es gibt ein kurzes (8 Minuten) Einführungsvideo das bereits ausreicht, um mit Scapple zu starten. Per Drag and Drop lassen sich einfach Texte und Bilder auf das virtuelle Papier ziehen und anordnen. Ein einfaches, aber sehr geniales Tool, das ich in meinem Arbeitsalltag nicht mehr missen möchte. Wer mit Mind Maps nicht zurecht kommt, dem empfehle ich Scapple auszuprobieren. Das Tool kann kostenlos 30 Tage lang getestet werden.

Scapple ist für Mac OSX ab Version 10.68 (Snow Leopard) erhältlich. Die Lizenz kommt als “Household Licence” die es erlaubt, Scapple auf verschiedenen Computers innerhalb der Familie oder des Besitzers zu installieren. Ein achtminütiges Video (Englisch) erklärt die wichtigsten Funktionen in Kürze. Scapple kostet 14,99 USD und ist über die Website literatureandlatte oder über iTunes erhältlich.

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