Willi ist ein großes Vorbild für mich. Neulich am Samstag in der Laufgruppe sind wir die 14 Kilometer Runde gelaufen. Die hat es ganz schön in sich, da sie auf der Hohen Straße (Westweg) aufwärts führt. Das treibt natürlich den Puls nach oben. Und dann kommt Willi, zieht an mir vorbei und meint „Ohje, mein Puls ist schon bei 128“. Da fehlen dir einfach die Worte. Ich will jetzt lieber nicht sagen, wie hoch mein Puls war. Am Sonntag läuft Willi den Halbmarathon in Freiburg. Begleitet wird er von einer Radioreporterin, die 50 Jahre jünger ist als er. Was es mit Willi sonst noch so auf sich hat, könnt ihr in diesem Artikel in der Badischen Zeitung lesen, der heute erschienen ist.
Fernweh

Diese Abendstimmung erinnert mich ein wenig an Afrika. Aber es ist nicht „Out of Africa“, sondern oberhalb Müllheim. Der Himmel färbte sich in diesem tiefen, satten rot. Das Flugzeug habe ich erst jetzt gesehen, als ich das Foto von der Kamera auf den Computer geladen habe. Ich finde es passt gut. Es drückt Fernweh aus. Die Lust am Reisen, neue Länder zu entdecken. Und Vorfreude auf den Sommer. Schon jetzt sind die Tage richtig lang geworden. Morgens ist es bereits hell und die ganze Natur streckt sich dem Frühling entgegen. Ich freue mich darauf. Frühling ist meine Lieblingsjahreszeit.
Erster Frühlingslauf
Erster Frühlingslauf
Du musst zweimal auf die Temperaturanzeige sehen, weil du es einfach nicht glauben kannst. 16 Grad plus, das an einem Abend im März. Endlich bleibt die gefütterte Laufhose im Schrank. Statt der Gore-Tex-Trailschuhe die leichten Straßenschuhe, keine wärmende Mütze und auch keine Handschuhe mehr. Winter ade. Aber fast hättest du die Stirnlampe vergessen. Es ist ja so hell, auf einmal, die Sonne scheint, wo vor wenigen Wochen finstere Nacht herrschte, als du zum Lauftraining gegangen bist.
Tiefblau legt sich der Himmel über dich, im Westen glüht der Himmel nach. Das Rudel ist heute zahlreich erschienen. Sie wittern alle die Frühlingsluft. Ausgelassene Stimmung. Beflügelt, obwohl sie noch keinen Schritt gelaufen sind. Aufbruch in eine neue Jahreszeit. Die Gruppe, sonst nur eine Handvoll während der kalten Tage, ist wieder vollzählig, jetzt sind sie alle wieder da.
Jetzt traben sie los, im Gleichschritt, gemächlich gehen sie es an, als könnten sie es noch nicht glauben, dass die Zeit der Kälte endlich vorbei ist und man sich nicht mehr warmlaufen muss. Mit jedem Atemzug saugen sie die warme Luft ein, nehmen sie auf wie ein Lebenselixier aus einer neuen Welt. Der laue Wind des Abends streicht sanft über ihre Wangen, während die Gruppe die Straße überquert. Auto reiht sich an Auto, Heimkehrende, im fahlen Licht der Straßenlaterne erhaschen die Läufer Blicke in müde Gesichter. Es ist dunkel geworden und du bist dankbar für die Stirnlampe, die jetzt den Weg erhellt. Hart treffen deine Schuhe auf den Asphalt. Nicht mehr lange, bald zweigen wir ab, dann spüren wir weiche Erde unter den Laufschuhen. Es geht aufwärts, die Schritte werden kürzer, du atmest schwerer. Der Aufstieg in den Rebberg beflügelt dich, der Weg führt dich höher hinaus und bald schon blickst du auf die Stadt hinab. Ein Lichtermeer, wie Tausend Sterne funkelt unter dir. Du sieht den Flughafen, die Zollanlage, das neue Vitrahaus. Überall Lichter, die im Nachtdunkel flirren und schimmern. Plötzlich hälst du inne und fühlst deinen Puls. Mittendrin im Leben, du, zusammen mit deinem Rudel, den anderen aus der Laufgruppe. Das ist deine Zeit, Zeit zum Genießen, zum Abschalten, den Körper spüren, gemeinsam mit anderen unterwegs sein, Pläne schmieden und Ballast abwerfen. Für eine Stunde Laufen im Rudel. Gemeinsam Laufen verbindet. Den Atem des anderen hören, seinen Pulsschlag spüren. Da spielt es keine Rolle, wer du vor einer Stunde warst. Doktor, Ingenieur, Postbote, Arbeitsloser. Hier bist du Teil der Gruppe. Du bist nicht allein. Das Rudel bleibt zusammen. Keiner bleibt auf der Strecke. Gemeinsam laufen wir, bis wir ans Ziel kommen. Erschöpft, erfrischt, erneuert.
Impressionen vom Lauf der feg-runners Laufgruppe am Mittwochabend von Eimeldingen über die Weiler Rebberge nach Ötlingen und zurück nach Eimeldingen. Mehr Infos zur Laufgruppe gibt es hier.
Abschied
Eines meiner letzten Winterfotos und damit hoffentlich auch ein Abschied vom Winter. Wir sind wieder zurück aus dem schneereichen Schwarzwald im sonnigen und schneefreien Markgräflerland.
Gestern waren wir auf einer Schneeschuhwanderung zum Huzenbacher See unterwegs, als wir an diesem Bäumchen vorbei kamen. Ich musste es einfach fotografieren. So einsam und filigran wie es auf einer Wiese inmitten des Schwarzwaldes den Elementen trotzte. Kurz nachdem ich den Baum fotografierte, wurden wir von einem Schneesturm überrascht. Wir brachen unsere Wanderung ab (es wären noch 4.5 Kilometer zum See gewesen) und machten uns auf einem anderen Weg wieder zurück nach Schönmünzach, wo wir uns bei einer Tasse heißer Schokolade und einer leckeren Käsesahne wieder aufwärmten.
Fazit: Drei Tage Schwarzwald mit Wanderung über grüne Wiesen in der Märzsonne,tags darauf dem heftigsten Schneefall des Winters und Schneeschuhwanderung durch frischen Pulverschnee, abenteuerlichem Schneesturm sowie Wellness und Entspannung beim Schwarzwald-Bader Reinhard Bosch machen gefühlt eine ganze Woche Erholung aus.
Frühling im Schwarzwald II

Habe ich gestern was von Schneeresten und Wiesen, die nach Frühling riechen, gepostet? Nun, das muss ich korrigieren. Hier seht ihr den Blick aus dem Fenster heute morgen. Willkommen in Winter-Wunderland. Der stärkste Schneefall dieses Winters, wie uns der Gastwirt heute morgen beim Schneeschippen bescheinigte. Dort, wo gestern unser Auto parkte, war nur noch ein weißer Hügel auszumachen. Gut, dass wir unsere Schneeschuhe eingepackt haben.
Frühling im Schwarzwald
Noch halten sich die Schneereste in den versteckten, sonnenarmen Winkeln des Schwarzwaldes. Doch überall da, wo die Sonne durchdringt, spürt man den Frühling. Auf den Wiesen riecht es nach Kräutern. Die Erde hat den Winter hinter sich gelassen. Im Boden keimt es, bald schon sprießen die ersten Gräser und Blüten.

