Bestes Buch in 2009

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Donald Millers Buch “A Million Miles in A Thousand Years” zählt mit Abstand zu den besten Büchern, die ich 2009 gelesen habe. Es hat mir so gut gefallen, dass ich es Anfang Januar 2010 ein zweites Mal las. Es wird sicher nicht das letzte Mal gewesen sein. Es liest sich inspirierend und erfrischend und bringt auch beim erneuten Lesen neue Erkenntnisse.  Ich kann es nur wärmstens empfehlen. Worum es geht? Donald Miller berichtet darüber, wie er es zwar schaffte, als Buchautor erfolgreich zu sein, aber sein privates Leben nur noch vor sich herdümpelte. Als der übergewichtige Coachpotato von einem Filmteam angefragt wird, eines seiner Bücher – Memoiren über sein Studienleben – zu verfilmen und mit ihnen ein Drehbuch zu schreiben, gerät sein Leben ins Wanken. Die beiden Drehbuchautoren verändern den Inhalt des Buches so sehr, dass Donald Miller sich genötigt sieht, einzugreifen, damit sein Leben nicht verfälscht wird. Die Antwort der beiden Filmer: “Donald, dein richtiges Leben ist einfach scheiß langweilig.”
Niemand hört gern, dass sein Leben langweilig ist. Auch Donald Miller nicht. Doch Miller wusste, dass die beiden Recht hatten. Sein Leben hörte sich interessant an in den Büchern, die er schrieb. Tatsächlich sah es alles andere als spannend aus. Er verbrachte die meiste Zeit auf der Couch vorm Fernseher.

Die Arbeiten am Drehbuch veränderten Don’s Leben einschlägig. Niemand will einen langweiligen Film sehen. Aber dass er ein langweiliges Leben führte, das schien ihm – bislang – nichts auszumachen. Je mehr Don über den Aufbau von Geschichten, Dialogen und Charakteren erfuhr, desto klarer wurde ihm, dass sich die Prinzipien für gutes Storytelling auch im eigenen Leben anwenden lassen. Und so begann eine faszinierende Reise, die Don in seinem Buch “A Million Miles in a Thousand Years” erzählt. Unter anderem schwingt sich Don von der Couch in den Radsattel – und fährt mit einer Gruppe Gleichgesinnter von der West- zur Ostküste quer durch die Vereinigten Staaten.

Was das Buch so faszinierend macht, ist Don’s ehrliche Art über sein Leben zu Schreiben. Man legt das Buch aus der Hand und weiß, was zu tun ist, um seinem Leben Würze zu geben. Endlich Dinge in Angriff zu nehmen, von denen man schon lange geträumt hat. Es ist spannend, wenn man sein eigener Geschichtenerzähler wird. Don hat inzwischen beachtlich an Gewicht verloren. Er hat ein neues Ziel vor Augen: Gemeinsam mit Freunden will er den Hausberg seiner Heimatstadt Portland, Mt. Hood, besteigen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass es ihm gelingen wird. Und wir in seinem nächsten Buch darüber lesen werden.

Welche Geschichten haben wir am Ende des Jahres 2010 zu erzählen? Mich hat das Buch sehr motiviert, über Ziele und Visionen in einem ganz neuen Kontext nachzudenken. Übrigens – Don Miller hat einen Wettbewerb gestartet. Für die beste Story gibt es 1000 Dollar zu gewinnen. Mehr darüber findet ihr auf seinem Blog.

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