Wunderschöne Stimmung in den Rebbergen von Wintersweiler.
Oktober
Der vergangene Monat rauschte an mir vorbei wie ein ICE, während ich an einem kleinen Dorfbahnhof stand. Oder saß ich im ICE und es war die Landschaft, die an mir vorbei rauschte? Der neue Monat begann mit fallenden Blättern und frischem Wind. Und zum ersten Mal fand unser Abendlauf in der Dunkelheit statt. Waldschatten. Konturen verschwimmen. Fledermäuse gleiten lautlos durchs Nachtdunkel. Und du, du wirst selbst Teil der Umgebung. Alles pulsiert, frische Luft durchströmt den Körper. Dunkle Wolken am Himmel, aus der Ferne erkennst du die Lichter des Stauwehrs. Die Wolkendecke schimmert rötlich, reflektiert die Lichter der Stadt. Du läufst, setzt einen Schritt vor den anderen. Im Dunkel erspürst du den Weg. Feldweg, Holzbrücke, Feldweg, Asphalt. Nach acht Kilometern am Ziel. Erfrischt. Erneuert. Die dunkle Jahreszeit beginnt. Ich freue mich drauf.
Mannheim
September – Blues
September. Ein Monat zwischen den Jahreszeiten. September, das ist süße Wehmut, Abschied nehmen vom Sommer. September. Ein sich Erinnern an die Tage des Sommers, ein letztes Auskosten von warmen Tagen und lauen Abenden. September. Erinnerung daran, dass alles Vergänglich ist.
September. Spaziergänge im Wald. Noch einmal sattes Grün sehen. Die Kraft der Natur spüren, bevor sie sich zur Ruhe legt.
September. Im Wald. Ruhe. Spüre den Atem der Natur. Schließe die Augen. Atme tief ein. Öffne deine Arme. Sei ganz bei dir selbst.