Meine Tipps gegen den Novemberblues

Ach, wie schön war doch der Oktober! Bunte Wälder, leuchtende Farben, prächtiger Himmel. Dann kam der 31. Oktober, die Zeitumstellung und mit dem Beginn des neuen Monats fängt auf einen Schlag die dunkle Jahreszeit an. Aber es gibt keinen Grund, sich zu Hause einzumotten. Denn jetzt beginnt eine ideale Zeit fürs Draußensein. Mit meinen bewährten Tipps erlebt ihr einen spannenden November.

Novemberblues? Nicht mit mir!

Ich gebe zu, der November ist nicht mein Lieblingsmonat. Allerdings hat er viel mehr zu bieten, als sein Image als kalter, nasser, dunkler Monat. Als ich für mein Buch Gipfeltouren Südschwarzwald unterwegs war, unternahm ich die meisten Touren tatsächlich im November. Deshalb möchte ich euch heute einladen, den November zu genießen und viel Zeit draußen zu verbringen. 

Der November ist viel besser als sein Ruf! Rausgehen und Genießen rät Birgit-Cathrin Duval

Teezeit auf der Hütte

Den ersten Novembertag verbringen wir draußen – egal wie das Wetter ist. Letztes Jahr wanderten wir durch strömenden Regen. Dieses Jahr war es bewölkt, der Regen hielt sich zurück, nachdem es die ganze Nacht durchgeregnet hatte.

Ich liebe den Wald im November. Er riecht erdig, nach Moos, nach Pilzen, nach dem vergangenen Sommer. Es ist eine Zwischenzeit. Die Bäume werden kahler und wir erhalten neue Einblicke und Aussichten. Plötzlich sehen wir nicht nur in den Wald, sondern durch den Wald, was uns während des Sommers nicht möglich war.

Was für ein herrlicher Ort für eine Teezeit, oder?

Viele meiner Recherchen für das Gipfelbuch sind im Oktober und November vergangenen Jahres entstanden. Diesen ersten Novembertag 2021 unternahmen wir eine kleine Wanderung zu einer Schutzhütte. Im Rucksack befand sich eine Thermoskanne mit heißem Tee und selbstgebackene Apfel-Zimt-Blaubeer-Muffins. Der Weg, ein grasbewachsener alter Holzwirtschaftsweg, war durch den Regen sehr matschig. Nasses Laub klebte am Boden, die Farben des Mooses und der Buchenblätter leuchteten in nebliggrauen Licht. Es war ruhig im Wald und außer uns niemand unterwegs. Etwa auf halben Weg erreichten wir die Hütte wo wir unsere Teezeit abhielten. Und ich kann euch verraten, dass so eine Teezeit draußen im Wald viel schöner ist, als drinnen in der warmen Stube. Also: packt eine Thermoskanne mit heißem Tee und backt euch einen trockenen Kuchen oder Muffins und zieht los!

Natürlich hat auch Axel Muffins bekommen!

Mein Rezept für Apfel-Zimt-Blaubeer-Muffins

Meine Apfel-Zimt-Blaubeer-Muffins backe ich mit Dinkelmehl aus der Tantenmühle in Malsburg. Die Boskop-Äpfel stammen von meinem eigenen Baum. Ich nehme 200 Gramm Mehl, 2 kleine Äpfel, eine Handvoll Blaubeeren, eine Tüte Bourbon-Vanille-Zucker, eine Tüte Weinstein Backpulver, 70 Gramm Rohrzucker, ein Esslöffel Zimt, 125 Milliliter Rapsöl und 125 Milliliter Sojamilch light. Die trockenen Zutaten kommen in eine Schüssel, die beiden Äpfel reibe ich klein. Danach fülle ich Öl und Sojamilch in die Schüssel mit dem Mehl und rühre es mit einem Löffel um, gebe anschließend die zerriebenen Äpfel und Blaubeeren hinzu. Die fertige Masse reicht für etwa 12 Muffins. Nun gebe ich den Teig in die Papierförmchen und backe die Muffins bei ca. 200 Grad für etwa 20 Minuten im Ofen.

Erlebe den Sonnenaufgang

Mein Lebensmotto lautet: Verpasse niemals einen Sonnenaufgang. Das ist im November etwas einfacher, da wir dazu nicht mehr ganz so früh aufstehen müssen. Es gibt so viele schöne Plätze da draußen, wo wir einen herrlichen Sonnenaufgang erleben können.

Mitte November erlebten wir mit unseren Freunden im Kleinen Wiesental diesen herrlichen Sonnenaufgang

Morgens auf einem Gipfel oder Anhöhe zu stehen und den Sonnenaufgang erleben, macht einfach gute Laune. Der Tag verläuft anders, wenn du den Sonnenaufgang erlebt hast. Versuche es einmal und sei dabei, wenn die Sonne aufgeht. An vielen Orten gibt es so genannte Himmelsliegen, die sich wunderbar dafür eignen. Denke daran, eine Decke oder Folie mitzunehmen, denn früh morgens sind die Liegen jetzt ziemlich nass vom Tau.

Diese Himmelsliege ist nach Westen ausgerichtet – ideal für den Sonnenuntergang

Sammle Müll

Ich folge seit einiger Zeit dem Instagram Account von @sabine.hoetzel. Sie postet Fotos von ihren Wanderungen, bei denen sie stets einen Eimer mitführt, um Müll einzusammeln, den sie im Wald findet. Mich hat das inspiriert, dass ich nun auch damit angefangen habe, Müll aus dem Wald zu entsorgen. Hast du einmal den Blick dafür geschärft, ist es unglaublich, was man da so alles entdeckt.

Alles andere als TipTop – Dose der Fischfabrik TipTop
O Sohle Mio, diese Vibram ist ausgelatscht

Auf unserer 1. November Waldwanderung waren es eine Fischdose, eine Vibram-Sohle und eine kleine Glasflasche, die an einer Waldquelle lag. Also packt euch eine Mülltüte in den Rucksack, eventuell noch ein paar Plastikhandschuhe oder kauft euch einen kleinen Müllgreifer und dann Augen auf und ran an den Müll! Die Natur dankt es euch.

Sterne gucken

Blick in die Milchstraße mit Andromeda-Galaxis und Plejaden

Boah, wie früh es jetzt schon dunkel ist! Um 19 Uhr ist es zappenduster! Auch das ist jetzt von Vorteil, denn umso früher könnnen wir in die Sterne gucken! Für mich eines der faszinierendsten Dinge, die wir im November erleben können. Kurz vor Einbruch der Dämmerung findest du die Venus am südwestlichen Horizont bevor sie gegen 19 Uhr untergeht. Der helle Stern, den du derzeit im Süden erblickst, ist kein Stern, sondern der Planet Jupiter. Markant ist das Himmels-W, die Kassiopeia, und, auch noch zu sehen, ist die Milchstraße. Und der milchige Fleck, das ist das sogenannte Siebengestirn, die Plejaden.

Ausrüstung

Damit das Draußen-Sein im November gelingt, braucht es keine große Ausrüstung. Wichtig ist ein guter Wetterschutz und eine Taschen- oder Stirnlampe. Ich verwende eine Stirnlampe mit zusätzlichem Rotlicht. Das hat den Vorteil, dass sich meine Augen nicht mehr an die Dunkelheit anpassen müssen, so wie das mit weißem Licht der Fall wäre. Du kannst aber auch eine rote Folie vor deine Lampe kleben. Wenn ich nachts noch auf einer kleinen Gassirunde mit meinem Hund unterwegs bin, trägt er ein Leuchtgeschirr von Lighthound, das ebenfalls auf Rotlicht eingestellt ist. Das Geschirr ist irre teuer und ich musste mich lange durchringen, bevor ich es gekauft habe, bin aber wirklich begeistert und kann es sehr empfehlen.

Sei BEwusstWild

Als Gästeführerin im Naturpark Südschwarzwald unterstütze ich die Kampagne BeWild für bewussten und achtsamen Umgang in der Natur.

Literatur

Lesen ist etwas wunderbares. Ich bin dankbar für so viele Autoren, die uns mit ihren Ideen und Geschichten bereichern. Anbei eine kleine Literaturliste mit Büchern, die ich zur Zeit lese, bzw. bereits gelesen habe und sehr empfehlen kann.

Björn Kern

Im Freien,  Abenteuer vor der Tür, Fischer Verlag

Dirk Liesemer

Streifzüge durch die Nacht, Wie ich unsere Heimat neu entdeckte, Malik Verlag

Kilian Schönberger

Nachts im Wald, Wanderabenteuer zwischen Abenddämmerung und Morgengrauen, Goldmann Verlag

Christo Foerster

Mikroabenteuer Jahreszeiten-Buch, Harper Collins

Peter Wohlleben

Der Wald, Eine Entdeckungsreise, Heyne Verlag

Ich wünsche euch einen genialen November – wir sehen uns draußen!

So und jetzt wünsche ich dir viel Freude bei deinen Unternehmungen und ich freue mich, von dir zu hören. Tägliche Stories und Updates findest du auf meinem Instagram Account unter @takkiwrites. Und natürlich gibt es jede Menge Inspiration und wunderbare Orte zum Erleben der Sonnenaufgänge in meinem Buch Gipfeltouren Südschwarzwald.

Wir sehen uns draußen!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert