Schreiben ist: Telepathie

Schreiben ist Telepathie. Sagt Stephen King.

Stimmt das?

Die Magie eines Buches ist standortunabhängig. Auch das hat Stephen King geschrieben. Für Sätze wie diese liebe ich Stephen King. Sie stehen in dem Buch „Stephen King: Das Leben und das Schreiben“. Eines der besten Bücher, das ich je zum Thema Schreiben gelesen habe. King ist ein Magier der Worte.
Bekannt ist King als Meister des Horror.
King ist vor allem eins: Ein verdammt guter Autor. Einer der besten unserer Zeit.
Dazu muss ich sagen, dass ich nicht sehr viel von Stephen King gelesen habe. Aber das, was ich gelesen habe, ist ziemlich gut. Die Art, wie er Szenen beschreibt, seine Protagonisten, der Plot. Alles perfekt in Szene gesetzt. King versteht sein Handwerk.
Sein Tipp, wie man ein besserer Autor wird? „Viel schreiben und viel lesen“.
Ok, nehme ich mir zu Herzen.
Vielleicht seinen neusten Roman Finderlohn?

Klingt gut und spannend – den Roman setze ich auf meine Leseliste.

Zurück zum „Das Leben und das Schreiben“.

Bücher über das Schreiben sind voller Blödsinn. Sagt, ja genau! Stephen King.
Belletristikautoren, so King, – und schließt sich darin ein – haben nämlich keine Ahnung davon, was sie eigentlich tun. King sagt, dass sie nicht wissen, warum etwas Gutes funktioniert und etwas Schlechtes nicht. Und rät, Elements of Style zu lesen. Was, das sage ich, wesentlich trockener ist als die Schreibe von King.
Und die nimmt auf einmal einen strengen Tonfall an. Wenn ich das, was ich da auf den Seite lese, nicht ernst nehme, dann kann ich genauso gut das Buch zuklappen und etwas anderes machen. Ok, ok. Verstanden. Schreiben, sagt King, gelingt nur dann, wenn man sich nicht unkonzentriert an ein weißes Blatt Papier setzt, oder mit meinen Worten gesagt, vor ein neu geöffnetes Word Dokument, auf dem mir der Kurser hämisch grinsend entgegen blinkt.

Wer Schreiben lernen will, muss lesen. Viel lesen. Aber lesen Sie auf keinen Fall Bücher übers Schreiben. Schreibratgeber taugen nur für eins: Sie halten vom Schreiben ab. Ist das erste Buch gelesen, hat man schon das zweite bestellt, das die Materie tiefer behandelt. So kommt man nie zu dem, was man tun sollte: nämlich Schreiben.

Mein Tipp: Schreiben Sie! Und wenn Sie die ersten 1.000 Wörter geschafft haben, bestellen Sie Stephen King „Das Leben und das Schreiben“ als Belohnung.
Und am nächsten Tag schreiben Sie weiter. 1.000 Worte. Jeden Tag. Bis es Ihnen zum Hals raushängt und Sie wissen, dass das Schreiben nichts für Sie ist oder es Ihnen in Fleisch und Blut übergeht.

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