Tell me your story

Gestern Abend fuhr ich waehrend eines Schneesturms nach Hause. Was fuer ein Abenteuer. Es hatte ueberall Schneeverwehungen und der Wind blies den Schnee durch die Luft, es war als fahre man durch Nebel. Und es hat was:mit 80 Sachen durch frischen Schnee zu fahren. Waehrend alle Autofahrer in und um Chicago wahrscheinlich ueber das Sauwetter fluchten, sass ich im Auto und jubilierte.

Ok, nun zu meinem Job hier. In den vergangenen zwei Tagen konnte ich einige Interviews mit Leuten fuehren, die durch CARS ein Auto geschenkt bekamen oder es dort reparieren lassen. Ich sprach mit Frauen, die von ihren Ehemaennern missbraucht wurden und diese dann verliessen ohne einen Pfennig Geld und einen Ort wo sie schlafen koennen, Familien, die ein eigenes Geschaeft hatten und alles verloren haben und von null anfangen mussten, eine Frau, deren Haus niederbrannte und die alles verloren hat. Unglaublich wie viel Not es gibt. Und sie alle waren so dankbar fuer Menschen, die ihnen in dieser Zeit geholfen haben. Wer hier kein Auto hat, der ist echt aufgeschmissen. Ohne Auto bekommt man keinen Job, kann die Kinder nicht zum Arzt fahren oder nicht einmal einkaufen. Deshalb sind Menschen hier auf Autos angewiesen. Es gibt keine Busse oder Strassenbahnen. Wenn jemand ein Auto geschenkt bekommt, ist das meistens nur ein kleiner Part. Denn die Not ist gross. Es fehlt irgendwie an allem. Und ich bin sehr erstaunt, wie gut das System bei Willow funktioniert. Trotz dass es eine irre grosse Gemeinde ist mit 20 000 Gottesdienstbesuchern die jedes Wochenende kommen. Alle mit denen ich sprach sagten mir, dass sie so dankbar waren, dass sich Leute um sie gekuemmert haben. Ich denke, das wird die grosse Herausforderung fuer Gemeinden in Deutschland werden. Unsere sozialen Noete werden in den naechsten Jahren explodieren. Die Frage ist, sind die Gemeinden bereit, sich um die Noete zu kuemmern. Jetzt ist die Zeit, solche Arbeitszweige aufzubauen, nicht erst, wenn man sich vor lauter Anfragen nicht mehr retten kann. Als ich gestern und heute mir die Geschichten anhoerte und wie dankbar auch die Leute waren, dass ich als Journalistin dafuer sorge, dass sie verbreitet werden, wurde mir klar, genau das ist es , was ich tun moechte: Sprachrohr sein, um diese Geschichten zu erzaehlen. Denn es sind Geschichten, die Hoffnung machen, dass wir diese Welt in eine bessere Welt verwandeln koennen , wenn wir nur die Worte Jesu tatsaechlich umsetzen. Dass ich auf diese Weise Teil davon sein darf, das begeistert mich und zeigt mir, wie wichtig es ist, dass ich das mache.

Ein Gedanke zu „Tell me your story“

  1. Hi Biggi, bin ja gespannt ob ich Dich so erreiche; musste mir erst mal Zeit nehmen die Blogger-Geschichte durchzuarbeiten…
    Zum Glück ist es hier nicht so kalt! Ich denke viel an Dich, ersticke allerdings hier in Arbeit – im Büro und daheim… der Umzug naht.
    Ich wünsche Dir alles Liebe und freue mich darauf mehr zu hören.
    Cornelia

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