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Zwischen den Jahren


Weiss nicht, wie euch das damit geht, aber ich finde die Zeit kurz vor Ende des alten Jahres und Beginn eines neuen Jahres recht spannend. Nee, ich fasse keine guten Vorsätze oder so. Aber für mich stellen letzten beiden Tage des Jahres so eine Art Kompass dar. Ich richte mich neu aus, setze Ziele und überlege, wo ich Ende 2007 stehen möchte. Vor sieben Jahren wollte ich auf dem Mauna Kea stehen. Gut, ich musste dann noch 4 Jahre warten, aber immerhin ich war oben (und wurde furchtbar Höhenkrank). In diesem Sinne euch allen einen guten Start ins 2007 und viel Freude und Kreativität beim Realisieren eurer Wünsche, Träume und Ziele.

Tunnelerlebnis

Tunnel sind eine spannende Sache. Plötzlich ist man einer Röhre aus Beton ausgeliefert. Ob mit dem Zug, Auto, Fahrrad oder zu Fuß, ein Tunnel bringt uns in eine neue Dimension. Wir werden verschluckt und wissen nicht, was uns am anderen Ende erwartet. Diese außergewöhnliche Situation lässt Emotionen und Ängste aus dem Unterbewusstsein hervortreten. Sicher habt ihr euch auch schon die Frage gestellt: Komme ich hier wieder raus? Was, wenn der Tunnel kein Ende nimmt? Gestern hatte ich ein solches Erlebnis: eine Autobahn, die von einem Land ins andere führt. Kurz nach der Grenze führt die Autobahn in einen Tunnel. Stau. Rechts stehen LKWs, die auf die mittlere Spur wollen, in der Mitte stehe ich. Stop and go. Vor mir liegen rund 2 Kilometer Tunnel. Plötzlich Rauch! Ich erinnere mich an eines der Schilder, die den Rettungsweg anzeigen. 35 Meter, 25 Meter, in welche Richtung sie zeigten, weiss ich allerdings nicht mehr. Ich schalte den Motor ab und steige aus. Mich beschäftigt nur ein einziger Gedanke: Wie komme ich hier raus? Inzwischen war die Quelle der Rauchentwicklung offenbar. Das war nämlich ich! Mein Kühler hatte einen Schaden. Ausgerechnet in einem Tunnel auf einer wichtigen Verkehrsanbindung zwischen zwei Staaten. Als Verkehrshindernis wollte ich auf keinen Fall Schlagzeilen machen. Ich schaffte es, trotz Absperrungen, auf die Gegenfahrbahn zu kommen und fuhr aus dem Tunnel raus, zurück zur Grenze. Dort eine Stunde warten, bis das Brodeln im Kühler nachlässt, frazösischen Zöllnern was von Grande Malheur erzählt und dass ich Wasser brauche. Man hat mich verstanden, ein Zöllner kam mit einem Plastikbecher gefüllt mit Leitunswasser zurück. Dann tauchte doch noch eine 1,5 Liter Flasche auf und ich konnte meine Fahrt von der Schweiz über Frankreich zurück nach Deutschland fortsetzen. Ein echtes Grenzerlebnis.

Zwischen Genie und Wahnsinn


Frisch gelesen: Die Gedächtniskünstler von Jeffrey Moore. Es muss das Foto auf dem Umschlag gewesen sein, das mein Interesse weckte, als ich es im Regal der örtlichen Mediathek sah. Vor wenigen Minuten habe ich das Buch zu Ende gelesen. Es ist mit Abstand das beste, außergewöhnlichste und rätselhafteste Buch, das ich in den vergangenen Monaten gelesen habe. Eine Mischung aus Dokumentation, Tagebucheintragungen und einer so geschickt verwobenen Geschichte über Freundschaft, Gedächtnis und dessen Verlust, dass der Autor zurecht mit dem Canadian Authors Association Award 2005 ausgezeichnet wurde. Wer sich beim Lesen nicht nur seicht unterhalten lassen möchte, wer einen Sinn hat für skurilres, bizarres und machmal obstrusen Exkursen in die Neurobiologie und Naturheilkunde, den wird das Buch bis zur letzten Seite fesseln. Rezensionen zum Buch gibt es viele, deshalb verzichte ich hier auf einen Link, sondern überlasse das Rechierchieren jedem selbst.

Going Mad or going Mac

Seit einiger Zeit arbeite ich mit einem Mac. Die Umstellung fiel mir anfangs schwer. Warum? Ich dachte viel zu kompliziert für einen Mac-User. Deshalb blieb der Windows Laptop auch weiterhin mein bevorzugtes Arbeitsgerät. Der Gewohnheit wegen. Jetzt, nachdem ich mehr und mehr mit dem Mac arbeite, will ich nicht mehr darauf verzichten. Ich habe mir eben mal die Keynotes angesehen und was das neue OS X Leopard mit sich bringt. Ziemlich beeindruckend, auch wenn vieles einfach nur Spielerei ist.