Guess who’s coming for dinner

Polar Bear at Nanuk
Der neugierige Bursche, der heute morgen vor meiner Hütte auftauchte, kam nachmittags wieder zurück.
Ich war mit Andi draußen in der windgepeitschten Tundra – Cranberries pflücken. Nie war Beeren sammeln spannender als heute! Der Wind pfiff uns um die Ohren, es regnete und war kalt – und – wir wussten, dass wir uns in Eisbärengebiet befinden. Eisbären fressen Beeren – und hier bin ich, mit der Nase am Boden, um die kleinen roten Cranberries von den Sträuchern zu klauben. Andi hatte sein Gewehr mit auf den ATV gepackt. Und plötzlich war er verschwunden – irgendwo in den Büschen. Was mache air jordan 1 mid release date nike dunk high blue satin ich jetzt, wenn der Eisbär kommt? Gute Frage. Lieber nicht länger drüber nachdenken und mich aufs Cranberry-Suchen konzentrieren. Über Funk wurde uns mitgeteilt, dass sich ein Bär in der Nähe der Lodge aufhält. Keine Ahnung, wie lange wir da draußen waren, eineinhalb bis zwei Stunden. Jedenfalls waren meine Finger so steif gefroren, dass ich Mühe hatte, die Beeren von den Sträuchern zu pflücken. Kaum waren wir zurück in unserem eingezäunten Gebiet, kam auch schon der Bär. Tappte einfach aus dem Gebüsch heraus.
Polar Bear at Nanuk
Er schnüffelte am Zaun herum, setzte sich hin, legte sich auf den Boden, streckte alle Viere von sich.
Polar Bear at Nanuk
Rund zehn Minuten blieb er beim Zaun, dann machte er sich wieder vom Acker.
Mike gab uns eben Bescheid, dass der erste Flieger eben von Gillam Airport gestartet ist. An Bord befindet Yeezys - Jordans, Musee-jacquemart-andre News, Jordan Essentials Statement Hoodie - release dates & nike. The Exclusive Nike SB Dunk – SchaferandweinerShops Canada – Multicolour ‘ACG’ vest with pockets Nike sich Fracht. Sollte er keine Probleme mit dem Hinflug und Landung haben, wird der zweite Flieger losgeschickt. Bis in zwei Stunden sollten hier also beide Flugzeuge angekommen sein und uns zurück nach Gillam bringen. Dort werden wir übernachten. Genial. Ich wollte schon immer mal nach Gillam! Ich hätte nichts gegen eine weitere Nacht auf der Lodge einzuwenden gehabt. Zumal die Aussichten, eine Stunde in einem kleinen Flieger bei stürmischen Wetter zu verbringen, nicht grade so doll sind.

Gefangen in der Wildnis

Butch und Gordi
Während der Nacht nahm der Sturm an Kraft zu, unsere Cabin wurde regelrecht durchgerüttelt und ich fragte mich allen ernstes, ob der Buffalo-Fence, der rund 2,5 Meter hohe Zaun, der die Nanuk Lodge umgibt, dem peitschenden arktischen Wind standhält.
Gegen halb acht blickte ich aus dem Fenster und traute meinen Augen kaum: Da tappte ein Eisbär vorbei. Er blieb stehen, direkt am Zaun vor meiner Cabin, schnupperte in die Luft. Jetzt stellt er sich gleich auf und testet den Zaun, dachte ich, während mein Pulsschlag merklich zunahm. Stattdessen hockte sich der Eisbär hin! Saß einfach nur da. Und ich stehe da, in meinen Pyjamas und habe meine Kamera in der Lodge gelassen! Ich fasse es nicht. Was habe ich daraus gelernt? Das nächste Mal mache ich es wie meine beiden Cree Guides – Gordi (links) und Butch (rechts). Die gehen nirgendwo hin ohne ihre Winchester. Gordi nennt seine liebevoll „Oncle Tom“. Die Rifles sehen aus, als hätten sie schon ihre Kugeln im ersten Weltkrieg verschossen. Butch sagt von seiner, dass sie noch immer „smooth as an arrow“ – gradlinig wie ein Pfeil – schießt.

Es stürmt noch immer sehr stark. Mike ist zuversichtlich, dass die Sturmfront bald abgezogen ist und der Flieger in Gillam starten kann. Ich habe da so meine Bedenken.
Polar Bear Watch
Vorgestern haben wir mit den ATVs – All Terrain Vehicles einen ganztägigen Ausflug unternommen. Wir haben zahlreiche Flüsse durchquert, sind etliche Male im Schlamm steckengeblieben. Schließlich haben wir sie gefunden – die Eisbären. Zehn Stück haben wir gesichtet. Andi, unser Guide führte uns langsam an sie heran. Zeigt der Bär kein Interesse und entfernt sich, ziehen auch wir uns wieder zurück. Ist er neugierig, lässt Andi ihn näherkommen – bis auf rund 20 Meter. Dann ruft er ihm zu – sagt ihm Sachen wie „Ok, Buddy, das ist jetzt nah genug, jetzt mach dich wieder vom Acker“. Beim ersten Bär, der uns so nahe gekommen ist, hat das auch gut funktioniert. Anders als bei dem großen Eisbär vorgestern.
Polar Bear Hudson Bay
Er streunte am Ufer der Hudson Bay herum. Plötzlich wurde er neugierig und innerhalb kürzester Zeit war er drüben bei uns.
Polar Bear Hudson Bay
Von einer Minute zur anderen hatte sich die Situation verändert. Von „Hoffentlich kommt der Bär näher, damit wir ein gutes Foto machen können“ zu „Wow, das ist jetzt ganz schön brenzlig“. Andi rief dem Bär zu, der ließ sich davon nicht irritieren. Und kam noch näher. Mein Herz schlug wie verrückt. Vor mir stand Andi, unser Guide, grade mal einen halben Kopf größer als ich, neben ihm Gordi. Butch startete sein ATV und fuhr rechts neben Andi. Selbst das Motorengeräusch beeindruckte den Eisbär nicht. Er schnupperte und kam noch näher. Jetzt zog Andi seinen Revolver und schoss. Es war ein so genannter „Screamer“ – eine Schreckschusspistole. Das und lautes Zurufen machte dem Bär dann klar, dass er uns zu nah gekommen war. Dann drehte er um und lief davon. Leute, ich sag euch, das war eine einzige aufregende Safari, die wir hier erlebt haben. Einem Eisbären in freier Wildbahn so nahe zu kommen – ohne den Schutz eines Tundra-Buggies oder Autos, das kann man nur auf der Nanuk Lodge erleben mit Churchill Wild erleben.