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Was dein Posteingangsfach über dich verrät
Schau in deinen Posteingang und ich sage dir, wer du bist. So könnte man den Artikel von Jeff Zaslow beschreiben, der im Wall Street Journal erschienen ist. Ist dein Posteingang leer oder lagern hier hunderte von Mails, vielleicht sogar ungelesene?
Der Posteingang ist eine Metapher des Lebens. Warum das so ist? Lest den Artikel. Ich kann dir versprechen, wenn du das nächste Mal dein E Mail-Programm startest und in den Posteingang siehst, wirst du neue Einsichten in dein Leben gewinnen!
Auge in Auge mit der Natrix natrix
Eine Ringelnatter (Natrix natrix) beim Sonnenbaden an der Schwarzenbachtalsperre im Schwarzwald. Obwohl Nattern ja ungefährlich sind, wollte ich für das Foto trotzdem nicht näher rangehen.
Dieser Blogpost ist einem guten Freund gewidmet, der vergangene Woche eine etwas unerfreuliche Begegnung mit einer giftigen Höhlenotter hatte. Er musste nach einem Schlangenbiss ins Krankenhaus eingeliefert werden. Dabei erging es ihm besser als einem Wanderer im Berner Oberland, der gleich von zwei Kreuzottern gebissen wurde und mit dem Hubschrauber ins Krankenhaus geflogen werden musste. Die Story gibt es hier zu lesen. Was aber sollte man tun, um so etwas zu vermeiden? Dazu gibt es ein Merkblatt „Schlangen – was tun“. Unter anderem steht da: „Damit es gar nicht erst zum Schlangenbiss kommen kann, sollten Wanderer nie barfuss gehen, knöchelhohe Schuhe und lange Hosen tragen und den Rastplatz vorher auf Schlangen hin absuchen.“
Eins hat das Merkblatt vergessen, zu erwähnen: Dass man Schlangen, und seien sie noch so klein, nicht in die Hand nehmen sollte!
ekone
So lautet nicht etwa der Name eines Stromanbieters. Hinter ekone verbirgt sich eine neue Geschäftsidee meines Freundes Simon Dobslaw. Was es damit auf sich hat, könnt ihr in meinem Bericht in der Badischen Zeitung lesen.
Für alle
Und der Herr redete abermals zu Ahas und sprach: Fordere dir ein Zeichen vom Herrn, deinem Gott, es sei drunten in der Tiefe oder droben in der Höhe! Aber Ahas sprach: Ich will’s nicht fordern, damit ich den Herrn nicht versuche Da sprach Jesaja: Wohlan, so hört, ihr vom Hause David: Ist’s euch zu wenig, dass ihr Menschen müde macht? Müsst ihr auch meinen Gott müde machen? Darum wird euch der Herr selbst ein Zeichen geben: Siehe, eine Jungfrau ist schwanger und wird einen Sohn gebären, den wird sie nennen Immanuel (Gott mit uns).
Jesaja, 7, 10-14
Klaatu, der neue Erlöser
„Das Leben als Mensch ist schwierig,“ sagt der alte Chinese Mister Wu. Er muss es wissen, denn er hat 70 Lebensjahre als Mensch auf der Erde verbracht. Zunächst unfreiwillig. Doch irgendwie hat er Gefallen am Menschsein gefunden. „Die Menschen sind zerstörerisch,“ sagt Mister Wu. „Aber es gibt noch eine andere Seite.“ Eine, die er nicht so recht beschreiben kann. Denn Mister Wu ist eigentlich gar kein Mensch, sondern ein Außerirdischer.
Diese Szene ist die Schlüsselszene des Films „Der Tag, an dem die Erde stillstand.“ Sie spielt in einem McDonald’s Restaurant und kann skurriler nicht sein: Da sitzen zwei Außerirdische in menschlicher Gestalt am Tisch und reden in Mandarin über das Menschsein. Der zweite Außerirdische mit Namen Klaatu, gespielt von Keanu Reeves, ist gekommen um einen Auftrag auszuführen: Die Erde vor der totalen Zerstörung durch den Menschen zu retten. Klaatu gibt seinem Gegenüber zu verstehen, dass es nun Zeit ist, zu gehen, da alle Menschen vernichtet werden. „Ich werde nicht gehen, ich bleibe hier und werde mit ihnen sterben,“ sagt Mister Wu. „Je länger ich als Mensch lebe, desto dankbarer bin ich für jeden Tag.“ Klaatu begreift nicht, was Mister Wu sagt.
Für mich war dies eine der stärksten Szenen des Films, den ich mir gestern Abend angesehen habe. Ansonsten ist er eine Mischung aus Science-Fiction, Geballere der US Armee und vielen Special-Effects. Die eigentliche Geschichte hinkt. Klaatu, der Außerirdische, der gekommen ist, um die Menschheit auszurotten, aber Pflanzen und Tiere mittels so genannter Sphären (kennen wir aus Genesis – die Arche) vor der Zerstörung zu evakuieren. Die Verteidigungsministerin (Kathy Bates in einer ihrer profillosesten Rollen), die mit Hilfe militärischer Aktionen versucht, die Aliens zu vernichten. Und eine Wissenschaftlerin (Jennifer Connelli) mit ihrem Stiefsohn (Jayden Smith), die versuchen, Klaatu davon zu überzeugen, dass sich die menschliche Rasse ändern kann. Schauspielerisch blieb die Rolle des Stiefsohn sehr schwach, da konnten auch die süßen Rastalocken nichts daran ändern.
Zuletzt lässt sich Klaatu davon überzeugen, dass die Menschen es doch nicht verdient haben, ausgerottet zu werden. Bis es allerdings soweit ist, erlebt der Zuschauer Klaatu als einen undurchsichtigen, ein wenig roboterhaft wirkenden Außerirdischen in menschlicher Gestalt, dessen Absichten sich weder der Figur noch dem Zuschauer erschließen. Einerseits zieht Klaatu kühl sein Vorhaben durch, den Planeten von den Menschen zu säubern, indem eine riesiger metallener Heuschreckenschwarm über die Erde herfällt und alles in Sekundenbruchteilen vernichtet. Andererseits holt er einen eben von ihm getöteten Polizisten ins Leben zurück. Das Ende des Film kommt überraschend und lässt viele Fragen offen. Besonders die, warum Klaatu denn nun davon überzeugt ist, dass die Menschheit es denn letztendlich verdient hat, weiter zu leben.
Regisseur Scott Derrickson zieht in seinem Film sehr viele Parallelen zur Bibel. Man sieht Klaatu mit Wundmalen auf seinen Händen, wie er über Wasser geht und eben Tote auferweckt. Alles Leben – ausschließlich der Menschen, wird in eine Arche gerettet. Schließlich – so kann man den Schluss des Films interpretieren, opfert er sich selbst, dass die Menschheit überleben darf. Dennoch ist die Geschichte unzusammenhängend und die Erlöserfigur des Klaatu überzeugt nicht.
Trotzdem bleibt „Der Tag, an dem die Erde stillstand“ ein interessanter Ansatz, die Weihnachtsgeschichte auf neue Art zu interpretieren. Gott wird Mensch – weil er die Menschen liebt und stirbt am Kreuz, um durch seinen Opfertod die Menschen zu erlösen. Das ist die Botschaft der Bibel, an die uns Heilig Abend erinnert.