Von der Kraft des Glaubens

Ich lese die Bibel. Und einiges, was ich darin lese, verstehe ich nicht. Genauer gesagt, vieles verstehe ich nicht. Seit einigen Tagen beschäftigt mich eine Stelle im Markus-Evangelium, Kapitel 11, Vers 22 bis 24: Da antwortete Jesus: „Ihr müsst Gott ganz vertrauen! Denn das ist sicher: Wenn ihr glaubt und nicht im geringsten zweifelt, könnt ihr zu diesem Berg hier sagen: Hebe dich von der Stelle und stürze dich ins Meer! und es wird geschehen. Es ist wirklich so: Alles, worum ihr im festen Glauben betet, wird Gott euch geben.“
Ich frage mich, warum die Jünger das nicht ausprobiert haben. Wäre es denn nicht cool, wenn sich plötzlich ein Berg ins Meer stürzt? In der Bibel ist nichts darüber zu lesen. Warum nicht? Hatten die Jünger Angst? Angst, dass sie zweifeln? Angst vor Blamage? Und was bedeutet das für mich heute, wenn ich diese Stelle lese? Berge stürzen nicht grad so ins Meer. Da braucht es gewaltige Kräfte, ein Tsunami oder einen Erdrutsch. Meint Jesus das, wenn er über die Kraft des Glaubens spricht? Eine ungeheure Energie, eine kosmische Kraft? Im gleichen Abschnitt spricht er aber auch über Vergebung. Dass, bevor man Gott um etwas bittet, vorher den Menschen, die einem Unrecht getan haben, vergeben soll. Denn nur wer Schuld vergibt, dem wird auch vergeben.
Je mehr ich in der Bibel lese, desto mehr Fragen wirft sie auf. Es ist spannend, sich damit auseinander zu setzen.

6 Gedanken zu „Von der Kraft des Glaubens“

  1. Hi Bigi,

    ich bin zwar ein bischen früh aber ich hoffe du liest das erst Morgen!!!

    Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag und alles gute und Gottes Segen in deinem neuen Lebensjahr :) mögen alle deine Wünsche in Erfüllung gehen!!

    Gruß Tobsen

  2. Hi Tobi,
    äh also vielen Dank für die Wünsche, aber bis zu meinem Geburtstag ist noch ein bisschen…..

  3. Ja wollt dir ja nur mal so Gratulieren! ;) Dann nimm die guten wünsche für den Richtigen :) hab mich wohl ein bisschen vertan vertan GRINS :)

  4. Die Frage habe ich mir auch oft gestellt. Und eine kleine Antwort darauf gefunden. Nun muss ich dazu sagen das ich kein Freund leichter und einfacher Antworten bin. Meistens bleict dabei das wichtigste auf der Stracke. Aber im bezug auf diesen Vers fand ich ihn gut. Babsi hatte in einer Predigt mal den Gedanken das sich die Aussage „Berg“ auf den Tempelberg bezieht, vor dem die Jünger und Jesus standen als sie dieses Gespräch führten. Der „Berg“ steht hier sinnbildlich für den Tempel, das Gesetz (Pharisäer) deren Herrschaft und Unterdrückung Jesus prinzipiell ja durch seinen Tod beendet hat. So macht für mich auch der Bezug auf den Glauben Sinn. Im physischen Sinne Berge durch die gegend zu bewegen finde ich in diesem Zusammenhang schlichtweg saudumm. Ich meine das macht keinen Sinn. Manche würden jetzt sagen muss es ja nicht. Aber dann sollen sie eben mit in dem Glauben glücklich werden, Glaubenstechnisch immer minderbemittelt zu sein weil sie es nicht auf die Reihe bekommen den Feldberg auch nur um einen scheiss Zentimeter zu versetzen. Wie auch immer. Soviel meine Gedanken zum Thema

    Johannes Dörflinger

  5. Hallo Johannes, danke für deine Gedanken zum Thema. Die Tage hab ich Matth.15,21-28 gelesen. Das hat mich auch sehr beeindruckt. Eine nichtjüdische Frau, die Jesus anfleht, ihre Tochter zu heilen. Was macht Jesus?Er beachtet sie erstmal gar nicht. Zeigt ihr einfach die kalte Schulter. Dann sagt er ihr, dass er nur denen hilft, die zum Volk Israel gehören. Na danke! Und was macht die Frau?Sie lässt nicht locker!Und Jesus? Haut noch einen drauf. „Es ist nicht richtig, wenn man den Kindern das Brot wegnimmt und es den Hunden vorwirft“. Krass. Aber noch krasser ist die Antwort der Frau: selbst die Hunde fressen die Krumen, die unter den Tisch fallen. Und dann die Antwort von Jesus: „Dein Glaube ist gross. Was du erwartest soll geschehen.“ Ich glaube diese Frau hat wirklich Berge versetzt.

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