Ideen angelt man am besten, indem man hübsch seine Angel hält und dabei vergisst, an Fische zu denken. Titus Müller
Da hat er nicht ganz unrecht, der Titus Müller. Also höre ich auf an Fische zu denken und erledige das, was es so in einem Haushalt zu erledigen gibt: Wäsche waschen, aufhängen, Geschirrspüler ausräumen (die leidigste Tätigkeit in meinem Haushalt) und den Sommerabend genießen. Damit ich morgen wieder mit einem klaren Kopf an den Laptop sitzen kann.
Während ich hier in meinem Wohnzimmer sitze (habe mich mit meinem Laptop aus dem Büro verkrümelt), neben mir die offene Balkontür, damit ich wenigstens ein bisschen von diesem super Sommertag mitbekommme. Die Herausforderung heißt Klappentext, der mich schier zur Verzweiflung treibt. Eigentlich ist es ja kein Klappentext, denn mein Buch erscheint als Paperback, also schreibe ich einen Rückseitentext. Wenn ich nicht bald inspirierende Worte finde, packe ich mein Schreibzeug ein und fahre an den Rhein. Vielleicht beflügelt das stille Gewässer meine Gedanken so wie die Endorphine, die gestern Abend beim Joggen freigesetzt wurden.
Journalistin – Fotografin