Schlagwort-Archive: Bernau

Schneeskulpturen in Bernau bei Nacht

Mit einer eindrucksvollen Ski-Akrobatik-Show, Pistenbully-Parade und Feuerwerk feierte das 1. Schwarzwälder Schneeskulpturen-Festival in Bernau am Samstag, 11. Februar 2017 einen fulminanten Höhepunkt. Die bunt beleuchteten Schneeskulpturen kamen dabei besonders eindrücklich zur Geltung. Schneeskulpturen in Bernau bei Nacht weiterlesen

Trail-Blues im November: Abschied vom Silberberg

Der November ist ja immer so ein undankbarer Monat. Der Herbst ist vorbei, der Winter hat noch nicht angefangen. Novemberwetter ist nass, kalt und grau. Nicht so in diesem Jahr. Wir haben einen wunderbaren Herbst im Schwarzwald! Noch immer hängen die Blätter bunt an den Bäumen und wir haben sonnige Tage. So langsam spüre ich den Trail-Blues. Wenn Schnee liegt sind einige meiner Lieblingswege den Winter über gesperrt, bzw. zu gefährlich um sie mit Schneeschuhen zu bewandern. Natürlich freue ich mich schon auf den Winter und kann es kaum erwarten, mit den Schneeschuhen loszuziehen. Doch bis es soweit ist, wollte ich noch einmal losziehen und eine Herbst-Blues-Wanderung auf dem Silberberg im südlichen Schwarzwald unternehmen.  Trail-Blues im November: Abschied vom Silberberg weiterlesen

Das Sahnestück der Schwarzwälder Genießerpfade: Der Bernauer Hochtal Steig

Ahhhhh, einfach traumhaft! Der Ausblick vom Milchberg auf das Bernauer Hochtal. Gestern war es endlich soweit: Der Bernauer Hochtal Steig wurde offiziell eröffnet. Nachdem die geplante Einweihung im Mai buchstäblich vom Schnee erstickt wurde, hat es gestern, am 21. Juli 2013 einen traumhaften Tag für einen traumhaften Pfad gegeben. Das Sahnestück der Schwarzwälder Genießerpfade: Der Bernauer Hochtal Steig weiterlesen

Nachtblaues Dämmerdunkel

Unterwegs auf dem Panoramaweg Bernau öffnet sich dieser grandiose Blick hin zum Herzogenhorn.

Heute morgen habe ich – zufällig – folgenden Abschnitt im Buch „Im Winter des Lebens“ von Hans Thoma gelesen:

 „Es gibt wohl kaum ein größeres Vergnügen für einen Schriftsteller, als so vor einem weißen Bogen Papier zu sitzen und im voraus zu vermuten, zu ahnen, was da alles auf diesem Papierbogen an geistigem Gehalt vertintet wird. Die Feder ist gespannt, im Kopfe wirbelt und brodelt es, nun kann es losschießen, das übrige wird sich finden. Es wird aus Kopf und Feder fließen, nur nicht ängstlich. Ein ähnliches Vergnügen kennt wohl nur noch der Maler, wenn er vor einer reinen Tafel sitzt und sich im Geiste vorstellt, wie sie wohl aussehen wird, wenn er sie mit seinen Flecken (ein verstärkter Ausdruck für Flächen) bedeckt haben wird. Auch er fange unbedenklich an, er ist doch ein Individuum, und da müssen die Flecken seinem Wesen sich gestalten, also mindestens Originalflecken werden. Fast kann er die Ungeduld seiner Palette, seiner Pinsel nicht beschwichtigen, nach jedem Schmiss, den er der reinen Tafel beigebracht, tritt er zurück und sieht, ob er gelungen ist, und misst, wohin der andere Schmiss zu tun ist.“ 

Hans Thoma, Im Winter des Lebens, Seite 156, Eugen Diederichs Verlag München

Da schreibt einer, der keine Schreibblockade kennt! Hach, wenn ich da nur von mir behaupten könnte. „Das übrige wird sich finden“. Das soll wohl meinen: Schreib einfach drauf los. Die Worte werden sich ordnen, werden sich finden, werden Gestalt annehmen. Lass es fließen. Mach dir keine Gedanken. Schreibe drauf los, intuitiv! Nicht denken.

Thoma hat so wunderbare Sätze geschrieben wie

„Über dem Tal liegt schon blauendes Dämmerdunkel, in dem der silberne Bach glänzt.“

„Ich sitze in verworrenen Träumen, in seelischem Dämmerzustand“

„Die blaue Unendlichkeit im Sonnenlicht, im Raumklarheit verscheuchte alle Nachtgespenster, und meine Seele war wieder unsterblich.“

Manchen mögen diese Sätze furchtbar kitschig vorkommen. Ich finde sie wundervoll. Wenn man sie liest, entstehen Bilder vor meinem Auge. Hans Thoma war Maler, er malte nicht nur mit dem Pinsel, er malte auch mit Worten. Eine wunderbare Gabe.

Schwarzwald Winterzauber

Die erste Woche des neuen Jahres habe ich im Schwarzwald in Bernau verbracht. Leider war das mit dem Schnee so eine Sache. Im Hochtal (Bernau liegt auf 900 Metern Höhe) war so gut wie kein Schnee mehr vorhanden. Anders sah es auf über 1000 Metern Höhe aus. Bei einer Tageswanderung auf dem Bernauer Hochtal Steig zur Krunkelbachhütte gab es noch reichlich Schnee. Dieser war allerdings schon recht harsch. So konnten wir die Krunkelbachhütte auf 1294 Metern gut ohne Schneeschuhe erreichen. Das Foto entstand auf dem Bernauer Hochtal Steig nur unweit von der Krunkelbachhütte entfernt. Aufgenommen mit der Fuji X-Pro 1 und dem 35 mm Objektiv.

Gestern Nachmittag kehrten wir im Gasthaus Bergblick zum Abschiedsessen ein. Service und Küche waren erstklassig. Was mich besonders freute: In der hauseigenen Zeitung des Bergblick wurde der Bernauer Hochtal Steig vorgestellt. Unter anderem als Lesetipp die Reportage in der Badischen Zeitung vom 19. Oktober 2012 „Der Weg ins Glück“ Reportage einer Wanderung auf dem Hochtal Steig von Birgit-Cathrin Duval. Zu lesen im Internet auf dem Portal der Badischen Zeitung.

Schneeschuhtour aufs Herzogenhorn

Was für ein Juwel! Das Herzogenhorn, mit 1415 Metern der zweithöchste Gipfel im Schwarzwald. Für mich – gemeinsam mit dem Belchen – einer der schönsten Schwarzwaldberge. Unberührt von Straßen, Gondeln oder Liftanlagen thront sein Gipfelkreuz im Licht der untergehenden Sonne. Nur Schneeschuhwanderer oder Tourenskifahrer teilen das Gipfelglück und genießen ein Panorama mit Aussicht auf Belchen, Feldberg und die Alpen.

Vergangenen Samstag war ich endlich wieder auf „meinem“ Berg. Zwar hatten wir keine Alpensicht, dafür fantastisches Wetter. Nach dem obligatorischen Gipfelschnaps Einkehr in der Krunkelbachhütte, bevor es im Mondschein wieder zurück ins Tal ging. Eine Schneeschuhtour im Mondschein, bei minus 20 Grad gehört unbedingt auf die Liste der 99 Dinge, die man im Schwarzwald tun sollte. Die Luft war so rein und klar, am liebsten hätte ich sie in Dosen gepackt und mit nach Hause genommen. Im hellen Mondlicht funkelten und glitzerten die Tannenwälder, als wären sie von einem magischen Licht bestrahlt.